Hackerangriff: Neue E-Mail-Lawine in Deutschland - DER SPIEGEL
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Hackerangriff Neue E-Mail-Lawine in Deutschland

Ein unbekannter Hacker hat in Deutschland eine neue E-Mail-Lawine im Internet losgetreten. Millionenfach verschickte elektronische Post verstopfte bereits am Wochenende zahlreiche Briefkästen in mehreren Ländern. Die Gefahr, dass dabei auch Computerviren in den Umlauf geraten sind, ist allerdings gering.
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Speyer - Der Hauptschaden sei nach bisherigem Kenntnisstand in Österreich angerichtet worden, sagte Lutz Karolus, Geschäftsführer der Firma SpeyerNet AG, am Dienstag. Rückmeldungen seien jedoch auch aus Asien gekommen. In Deutschland seien mehrere große Internet-Provider und -portale betroffen. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rheinpfalz in Ludwigshafen.

Am vergangenen Freitag sei ein Hacker in einen Server-Computer von SpeyerNet eingedrungen und habe mehrere hunderttausend E-Mail-Adressen entwendet, sagte Karolus. Mit Hilfe eines Teils dieser Adressen sei über andere Server im Internet eine Flut so genannter "Spam Mails" (unnütze und unerwünschte E-Mails) verbreitet worden. "Das hat sich im Schneeballsystem verbreitet. Einzelne haben bis zu 20.000 E-Mails bekommen", sagte Karolus.

Die Überfüllung der elektronischen Briefkästen führe dazu, dass keine E-Mails mehr abgerufen werden könnten oder der Server ganz zusammenbricht. Es handle sich nicht um ein Virus, da keine Daten auf den betroffenen Rechnern zerstört würden. Allerdings seien auch E-Mails über bereits von Viren befallene Server verschickt worden. Auf diesem Weg hat sich möglicherweise auch der Virus "Loveletter" erneut verbreitet.

Wer der oder die Urheber der Attacke seien, sei nicht geklärt, sagte Karolus. Im Internet kursierten zwischenzeitlich Gerüchte, wonach der Hacker ein 14-Jähriger aus Hamburg sein könnte.