Hamburg Beamte können zu Hause arbeiten
Hamburg - Die Flure in den Hamburger Behörden werden jedoch keinesfalls verwaisen. Erstens gilt das Angebot nur für ein Viertel der rund 100.000 Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst. Und zweitens müssen die Telearbeiter ein Drittel der Dienstzeit am angestammten Schreibtisch sitzen. So schreibt es die Vereinbarung zwischen Senat und Gewerkschaften vor, die am Mittwoch unterschrieben wurde.
Der Stadtstaat hofft mit dem Schritt zur Heimarbeit, Mitarbeiter zu motivieren und Kosten zu reduzieren. Der Platzbedarf in den Behörden nehme ab, erklärte Finanzsenatorin Ingrid Nümann-Seidewinkel (SPD). Sie rechnet damit, dass zu Beginn vor allem gut ausgebildete Beamte und Angestellte das Angebot in Anspruch nehmen. Ob auch Mitarbeiter, die Kundenkontakt haben, in das neue Modell wechseln können, müsse sich zeigen, sagte die Senatorin. Ohnehin habe kein Mitarbeiter einen Rechtsanspruch auf Beschäftigung in den eigenen vier Wänden, der Vorgesetzte müsse immer zustimmen.
Das Angebot geht auf einen einjährigen Versuch zurück, an dem 13 Behördenmitarbeiter teilnahmen und den Nümann-Seidewinkel als erfolgreich einstufte. Nun solle das Angebot ausgeweitet werden, die Stadt erwarte zunächst eine Beteiligung von etwa 50 Mitarbeitern.