Handel mit "Mein Kampf": Geldstrafe für Prager Internet-Anbieter - DER SPIEGEL
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Handel mit "Mein Kampf" Geldstrafe für Prager Internet-Anbieter

Erstmals wurde in Tschechien ein Internet-Anbieter wegen des Handels mit dem Hitler-Machwerk "Mein Kampf" zu einer Geldstrafe verurteilt.
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Prag - Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann mit dem Verkauf der tschechischen Ausgabe, die im März ohne historischen Kommentar erschienen war, den Faschismus propagiere, meldete die Nachrichtenagentur CTK (Prag). Die Höhe der Geldstrafe war zunächst nicht bekannt. Tschechische Juristen nannten das Urteil "einen Aufsehen erregenden Präzedenzfall".

Es sei zweifelhaft, ob der Internet-Anbieter sich strafbarer gemacht habe als Buchhandlungen, die "Mein Kampf" verkauft hatten, hieß es. Der Herausgeber des Buches, der 30-jährige Michal Zitko, war am 11. Dezember zu einer Bewährungs- und Geldstrafe verurteilt worden. Zitko habe das Gesetz nicht bewusst gebrochen, aber "Mein Kampf" propagiere Faschismus und Antisemitismus in so schlimmer Form wie kein anderes Werk, hieß es in der Urteilsbegründung.

Der Freistaat Bayern, der die Rechte an "Mein Kampf" hält, hatte den Richterspruch damals ausdrücklich begrüßt.