Hightech-Einlagen: Diese Sohlen warnen vor Blasen - DER SPIEGEL
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Hightech-Einlagen Diese Sohlen warnen vor Blasen

Nie wieder Schmerzen an den Füßen: Mit druckempfindlichen Sensoren analysieren neue Elektro-Sohlen, wieviel Druck man auf seine Beine ausübt, und warnen per Handy vor Überlastung. Sportler haben das System schon getestet, Amateure brauchen dafür vor allem eine pralle Brieftasche.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Wer beim Laufen oder Wandern immer Blasen an den Füßen bekommt, weiß demnächst zumindest woran es liegt. Das Unternehmen eSoles  aus Scottsdale in Arizona arbeitet derzeit daran Einlegesohlen, die jeden Druck des Fußes auf die Sohle elektronisch registrieren, marktreif zu machen.

Die mittels der Elektrosohlen gewonnenen Daten können zur Auswertung beispielsweise an ein Mobiltelefon weitergeleitet werden. Eine auf dem Handy laufende Software könnte dem Nutzer dann genau aufzeigen, wie viel Druck er auf die Sohle im Schuh ausübt, aufgeschlüsselt nach in elf verschiedenen Bereichen.

ESoles entwickelte bislang spezielle Einlagen für Athleten. Das neue System wurde schon vom amerikanischen BMX-Olympiateam genutzt, um herauszufinden, wie die Kraft beim Start optimal auf die Pedale gebracht werden kann, erklärt Firmengründer Glen Hinshaw, der selbst früher Profi-Radfahrer war. Mit dem System kann aber zum Beispiel auch der Abschlagsschwung beim Golfen oder die Haltung beim Skifahren analysiert werden.

Gearbeitet wird auch an spielerischen Anwendungen, etwa einem Seilspringspiel fürs Handy. Auf dem Bildschirm erscheint ein schwingendes Seil und der Spieler muss zur richtigen Zeit hoch springen. Bleibt auch nur ein Fuß auf dem Boden, stoppt das Spiel, da die Sohle genau erkennt, ob der Druck beider Füße weg war, erklärt Hinshaw.

Erste Versionen der elektrischen Einlegesohlen sollen noch im Juli zu haben sein. Der Preis für die Hightech-Einlagen soll Anfangs etwa 300 Dollar betragen. Wenn die Massenfertigung angelaufen ist, werde er aber auf unter 50 Dollar sinken, verspricht Hinshaw. Dafür müssten sich allerdings erstmal genug Käufer finden, die für die jetzt angebotene Version den vollen Preis zahlen.

mak/AP