Trampender Roboter: Hitchbot unterwegs
Forschungsprojekt Trampender Roboter Hitchbot auf USA-Reise zerstört
Das Projekt klang wie ein Spiel, aber es berührte auch die großen Fragen der menschlichen Existenz: Ein Roboter namens Hitchbot reiste per Anhalter durch die Welt, erst in Kanada, dann in Deutschland, zuletzt in den USA.
Die Maschine war auf hilfsbereite Autofahrer angewiesen. Es ging also nicht allein um das Vertrauen der Menschen in die Technik, sondern auch, so erklärten es die Erfinder, um die Frage: Können Roboter eigentlich dem Menschen vertrauen?
Zumindest im Fall der US-Metropole Philadelphia muss man nun leider feststellen: Nein, können sie nicht.
Der Hitchbot ist nachts in "Philly" zerstört worden. Das Konstrukt mit einem Tablet-Computer als Hirn sei kaputt gemacht worden, teilten die kanadischen Betreiber auf der Webseite des Projekts mit. "Manchmal passieren guten Robotern schlechte Dinge."
Der Roboter war zuvor schon durch Kanada und Deutschland getrampt, in den USA war er erst seit zwei Wochen unterwegs. "Leider, leider ist die Reise vorbei", sagte Frauke Zeller, Hitchbot-Schöpferin von der Ryerson University in Toronto.
Der Hitchbot hatte seine Reise teilweise mit eigenen Fotos dokumentiert. Laut der Nachrichtenagentur AP erhielten die Betreiber am Samstag ein Foto des zerstörten Roboters, konnten den Aufenthaltsort der Maschine aber nicht bestimmen. Wer den Roboter zerstört hat und warum, ist unklar. Das letzte Foto wolle das Team nicht veröffentlichen, heißt es bei AP. Junge Hitchbot-Fans sollten nicht verstört werden.