ICANN Industrieinitiative D21 empfiehlt Schüller
Die Initiative D21 zeigt sich in ihrer Pressemitteilung davon überzeugt, dass Schüller die europäische Karte im bislang "stark US-dominierten" Icann-Board ausspielen wird. Dafür müsse "der europäische Kandidat sowohl weitblickend und fachlich fundiert urteilen, als auch ein starker Gesprächspartner gegenüber den Institutionen und Gruppierungen sein können".
Schüller, der vom Nominierungskomitee der Icann für einen der fünf At-Large-Direktorenposten aufgestellt wurde, ist als leitender Angestellter der Deutschen Telekom seit mehreren Jahren in internationalen Gremien wie der Icann aktiv.
Wie er gegenüber SPIEGEL ONLINE im Interview sagte, rechnet er sich "gute Chancen" aus. Er setzt vor allem auf die Wahlberechtigten, die sich bislang bei den Vorwahlen enthalten hatten. Dabei orientiert er sich vor allem auf die nicht-deutschen Wähler. Deshalb hat er auch seine Homepage - mit Hilfe seiner Telekom-Mitarbeiter - in mehrere europäische Sprachen übersetzt.
In seinem Gästebuch äußerten allerdings schon einige Besucher Sorge, ob er als Industrievertreter tatsächlich Nutzerinteressen vertreten wird: Was ihn für D21 als Kandidaten attraktiv macht, erscheint gegenüber der Netzgemeinde als entscheidendes Handicap. Letztlich werden die Wähler entscheiden. Wer sich vor dem 31. Juli registriert hat, kann zwischen dem 1. und 10. Oktober seine Stimme abgeben.