Indien: 600.000 "Internet-Imbisse" - DER SPIEGEL
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Indien 600.000 "Internet-Imbisse"

Schulen ans Netz? Peanuts! Der indische Telekommunikationsminister will einen "Internet-Imbiss" in jedem indischen Dorf. Damit schlüge er zwei Fliegen mit einer Klappe: In 38 Prozent der indischen Dörfer gibt es bisher noch nicht einmal eine Telefonleitung.
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Neu Delhi - Die indische Regierung will in jedem der 600.000 Dörfer des Landes einen "Internet-Imbiss" einrichten. Auf diese Weise sollen auch die Menschen in abgelegenen Gebieten die Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten des Internet nutzen können. Das berichtete die indische Nachrichtenagentur UNI.

Ram Vilas Paswan, der Telekommunikationsminister, wählte die Bezeichnung "Dhaba" (Imbiss), um klarzumachen, dass die staatlichen Dorfzentren nicht so perfekt aussehen würden wie die in den Städten schon existierenden privaten Internet-Cafés. In den Dörfern sollen die Computerstationen von den Bürgermeistern organisiert werden.

Bisher haben erst 62 Prozent der Dörfer eine Telefonleitung. Knapp die Hälfte der eine Milliarde Inder können nicht lesen und schreiben, und fast 50 Prozent der Kinder gehen nicht zur Schule. Zugleich ist Indien eines der führenden Länder für Software-Exporte.