Internet Explorer Microsoft warnt vor Sicherheitslücke
Internet Explorer: Angriffsmöglichkeit über infizierte Web-Seiten
Die Sicherheitslücke könne ausgenutzt werden, um aus der Ferne unbefugt Software-Befehle auf einem betroffenen Rechner auszuführen, teilte Microsoft mit. Besonders gefährdet seien die Rechner von Nutzern, die sich selbst auf ihren Computern Administratorenrechte eingeräumt hätten, denn ein erfolgreicher Angreifer verfüge im Zweifelsfall über die gleichen Befugnisse wie der lokale Nutzer.
Ausgenutzt werden könnte die Sicherheitslücke über manipulierte Web-Seiten. Microsoft weist darauf hin, dass "ein Angreifer Nutzer dazu bringen müsste, die entsprechende Seite zu besuchen", etwa über einen Link in einer E-Mail oder Instant Message. Die Lücke betrifft die Internet-Explorer-Versionen 6, 7 und 8 unter Windows XP, Server 2003, Vista, Server 2008, 7 und Server 2008 R2.
In einem Blog-Eintrag teilte Microsoft mit, bislang sei erst eine einzige Website entdeckt worden, die die Lücke ausnützen könne. Dort sei der Schad-Code mittlerweile aber nicht mehr zu finden. Ein eigenes Sicherheits-Update außer der Reihe sei nicht geplant. Microsoft verteilt seine Sicherheits-Updates traditionell immer am zweiten Dienstag im Monat, dem sogenannten Patch Tuesday.
Vor derartigen Angriffen schützen könne man sich, wenn man die sogenannte Datenausführungsverhinderung (DEP) im Internet Explorer aktiviere. In Version 8 sei dies in der Standardeinstellung ohnehin der Fall. Nicht betroffen ist Microsoft zufolge die Betaversion des Internet Explorer 9.
Weitere Hinweise zum Umgang mit der Sicherheitslücke gibt es im Blog-Eintrag des Security Response Center von Microsoft, im Security Research & Defense Blog und in Microsofts Support-Bereich (hier die maschinenübersetzte deutsche Version ) .