Internet-Jobbörsen: Karriere durch Mausklick? - DER SPIEGEL
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Internet-Jobbörsen Karriere durch Mausklick?

Die Stiftung Warentest hat mehr als ein Dutzend kostenlose Online-Jobbörsen unter die Lupe genommen. Ihr Ergebnis: Bei manchen Stellenvermittlungen im Netz suchen die User sehr lange - und ziemlich erfolglos
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Auch wenn es die Werbung meist ganz anders verspricht: Das Angebot der meisten Stellenvermittler im Internet ist eher schwach, berichtet die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift "Test".

15 kostenlose Jobbörsen im Internet hatte die Stiftung getestet. Und das Ergebnis mag manche überraschen: Die beste Gesamtnote erhielt die derzeit viel kritisierte Bundesanstalt für Arbeit (www.arbeitsamt.de), vor allem für das mit Abstand größte Jobangebot. Die Jobbörse der Arbeitsämter sei trotz schwachem Service erste Online-Anlaufstelle für Arbeitssuchende, stellt die Stiftung fest. Ein großes Stellenangebot fanden die Prüfer auch bei dem Tageszeitungen-Verbund Versum (www.versum.de) und Worldwidejobs.de (www.worldwidejobs.de).

Arbeitssuchenden, die sich lieber mit einem persönlichen Profil eintragen und sich die dazu passenden Angebote aussuchen lassen, empfehlen Deutschlands bekannteste Tester die Stellenvermittlung Jobpilot (www.jobpilot.de), mit der auch SPIEGEL ONLINE bei der Jobbörse und bei den Studenten-Tools kooperiert. Auch Stepstone (www.stepstone.de) und Jobs.de (www.jobs.de) haben gut abgeschnitten.

Der amerikanische Anbieter Monster.de (www.monster.de) überzeugte die Arbeitssuchenden auf Probe dagegen weniger. Außer dem ungeheuren Namen habe die Vermittlung offenbar noch nicht allzu viel zu bieten, lautet das Warentest-Urteil: Bei einer Stichprobe hätten die Tester Jobs für Juristen, Elektriker und Krankenschwestern gesucht. Die Datenbank von Monster.de hätte daraufhin lediglich 17 Arbeitsstellen gefunden, das Online-Arbeitsamt bot dagegen mehr als 5.600 offene Stellen an.

Weiterer Nachteil der Internet-Jobbörsen neben dem teilweise sehr übersichtlichen Angebot: Bei manchen Suchanfragen der Stiftung passten nicht alle aufgelisteten Treffer zum eingegebenen Profil. Oder die gefundenen Arbeitsplätze waren zwar die richtigen, aber längst vergeben.

Arbeitgebern empfiehlt die Stiftung insgesamt, Jobbörsen nur als erste Kontaktmöglichkeit zu nutzen. Ausführliche Unterlagen sollten den potenziellen Arbeitgebern trotzdem noch per Post zugeschickt werden.

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