Internet-Radios Hick-hack um Online-Tantiemen
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, müssten kleinere Radio-Stationen im Netz nur noch Tantiemen zahlen, die sich prozentual an ihren Einnahmen oder Spesen orientieren. Diese Maßnahme wäre für kleine Stationen zwar immer noch nicht perfekt, würde es ihnen aber wieder erlauben, im Wettbewerb zu bleiben, sagte Rusty Hodge, Programmdirektor der Web-Station SomaFM.com in San Francisco. Nachdem man der "Todesstrafe" ausgesetzt gewesen sein, wäre man nun auf "Bewährung", so das Resümee.
Der Gesetzentwurf basiert auf einem Kompromiss, der nach wochenlangen Verhandlungen zwischen Internet-Radios und der Recording Industry Assosciation of America (RIAA) ausgehandelt wurde. Man wolle eine Geschäftsbeziehung aufbauen, die Fans die beste Möglichkeit geben soll, an Musik ranzukommen, so ein RIAA-Sprecher.
Im Juni war von Offiziellen gefordert worden, dass Internet-Radios sieben Cent pro gespielten Song und Zuhörer zahlen sollten. Diese Tantiemen sollten Künstler für Songs entschädigen, die im Web gespielt werden. Die Stationen hatten seit dem darauf hingewiesen, dass sie noch zu wenig Umsatz machten, um für diese Vergütung aufkommen zu können.
Der Gesetzentwurf sieht nun vor, acht Prozent der Einnahmen oder fünf Prozent der Spesen als Tantiemen einzustreichen. Dabei würden aber nur Online-Radiostationen berücksichtigt, die brutto weniger als eine Millionen Dollar Einnahmen haben.
Nachdem sich beide Seiten zuversichtlich gezeigt hatten, dass der Gesetzwentwurf im Senat unterstützt wird, vermeldete SomaFM.com mittlerweile das Gegenteil. Es bleibt also abzuwarten, ob aus der "Bewährung" nicht doch wieder die "Todesstrafe" wird.