Internet via Drohne: Facebook hat Probleme bei der Entwicklung - DER SPIEGEL
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Internetanschluss in Entwicklungsländern Drohnen-Entwicklung stellt Facebook vor Probleme

Facebook tüftelt an Drohnen, die Internetanschlüsse in entlegene Regionen der Welt bringen sollen. Doch die Ingenieure stoßen auf technische Probleme - und fürchten bürokratische Hürden.
Screenshot aus einem animierten Video von Internet.org: Die Drohnen sollen so groß sein wie eine Passagiermaschine
Screenshot aus einem animierten Video von Internet.org: Die Drohnen sollen so groß sein wie eine Passagiermaschine

Screenshot aus einem animierten Video von Internet.org: Die Drohnen sollen so groß sein wie eine Passagiermaschine

Foto: YouTube
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Facebook will Menschen ohne Internetanschluss mit Hilfe von Drohnen ins Netz bringen. Doch die Entwicklung der Fluggeräte stellt Facebook vor einige Hürden. Auf der Konferenz "Social Good Summit" in New York sagte Yael Maguire, der Entwicklungschef des Facebook Connectivity Lab: "Wir gehen eine ganze Reihe technischer Risiken ein".

Das berichtet "Mashable"  über das Gespräch mit Maguire. Probleme bereiten den Entwicklern demnach vor allem die Größe der unbemannten Flugzeuge: Die Drohnen sollen so groß sein wie gewöhnliche Passagiermaschinen, wie etwa eine Boeing 747.

Eine Schwierigkeit sei auch der Antrieb der Flugzeuge. Da die Drohnen mehrere Monate oder gar Jahre in der Luft bleiben sollen, ohne betankt zu werden, kommt ausschließlich Sonnenenergie als Treibstoff in Frage. Dazu sind laut dem Facebook-Entwickler bessere Batterien und eine bessere Solartechnik nötig. Die Ingenieure haben aber bereits anhand der Sonneneinstrahlung in einigen Ländern gemessen, wie die Solarzellen für die Flugzeuge entwickelt werden müssen.

Mehr als 18.000 Meter hoch müssen die Drohnen fliegen

Nach Angaben von Maguire seien 21 Länder in Lateinamerika, Afrika und Asien ausgewählt worden, um die äußeren Bedingungen für die Drohnen zu testen. Ein Land davon sei Indien, wo 15 Prozent der Menschen keinen Zugriff auf das Internet haben.

Eine weitere Schwierigkeit liege in der Flughöhe der Drohnen. Um die unbemannten Flugzeuge in der Luft halten zu können, "müssen wir über dem Wetter fliegen, über dem übrigen Flugverkehr", sagte Maguire. Das seien Flughöhen zwischen 18.000 und 27.000 Meter. "Dort fliegen gewöhnlich keine Flugzeuge - und ganz bestimmt keine Drohnen."

Man nehme damit nicht nur ein hohes technisches Risiko auf sich, sondern auch ein bürokratisches. "Es gibt keine Regeln dafür, Signale an die Menschen in diesen Regionen herunterzubeamen." Bisher gelte die Regel, dass ein Pilot für ein Fluggerät verantwortlich sei. In Zukunft soll laut Maguire aber ein einziger Pilot bis zu 100 Solardrohnen steuern.

Bereits im März dieses Jahres hatte der Facebook-Chef Mark Zuckerberg das Facebook Connectivity Lab  vorgestellt. Die Ingenieure entwickeln dort Technologien für die Organisation Internet.org , um günstige oder sogar kostenlos Internetanschlüsse in entlegene Regionen der Welt zu bringen. Das Projekt ist ein Gegenentwurf zum "Project Loon" von Google. Der Suchmaschinenkonzern will solarbetriebene Ballons in die Luft schicken, um überall auf der Welt den Zugang ins Netz zu ermöglichen.

jbr