Interpol: Private Hilfe gegen Internetkriminalität - DER SPIEGEL
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Interpol Private Hilfe gegen Internetkriminalität

Beim Kampf gegen Verbrechen im Cyberspace will die internationale Polizeibehörde Interpol jetzt auf private Hilfe setzen. Computerfachleute einer privaten Sicherheitsfirma sollen in erster Linie Unternehmen bei der Abwehr von Hackerangriffen schützen.
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Paris - Die Firma AtomicTangerine aus Menlo Park in Kalifornien sei an ihn mit der Idee herangetreten, ein Frühwarnsystem für Firmen vor Hackerangriffen einzurichten, erklärte Interpol-Generalsekretär Raymond Kendall. Im Gegenzug werde Interpol die Informationen bekommen, die AtomicTangerine gesammelt habe. Kendall sagte, er werde diese Idee prüfen, da die Internetkriminalität ein sehr neues Gebiet sei, auf dem die Polizei noch wenig Erfahrung habe. Und die Regierungen hätten zudem Probleme, grenzüberschreitende Maßnahmen gegen diese Verbrechen zu koordinieren. Es wäre das erste Mal, das Interpol sich bei der Bekämpfung von Computerkriminalität auf private Hilfe stützt, bestätigte Kendall.

Interpol hat gegenwärtig ein halbes dutzend Polizisten im Einsatz gegen die Internetkriminalität. Normalerweise werde bei einer neuen Art von Verbrechen eine Sondergruppe gebildet, sagte Kendall. "Aber es gibt Grenzen, wenn man aus Polizisten und Detektiven Techniker machen will. Und ich glaube, dass auf diesem Gebiet schnell gehandelt werden muss." Das sei auch der Grund, warum er über das Angebot von AtomicTangerine nachdenke. Eine Entscheidung solle bis Mitte Oktober fallen. Die Firma AtomicTangerine ist aus dem Stanford Research Institute (SRI) hervorgegangen, einem der führenden Forschungsinstitute im Internet-Bereich.