IP-Adressen Yahoo speichert Suchprotokolle 18 Monate
Yahoo-Suchmaschine: Ich weiß, was du letzten Sommer gesucht hast
Hamburg - Nun auch noch Yahoo. Bisher löscht das Internetunternehmen Suchprotokolle und andere Informationen, die Nutzer der Web-Seiten bei den Besuchen zwangsläufig hinterlassen, nach 90 Tagen. Jedenfalls bis auf wenige Ausnahmen. Künftig sollen die Daten rund 540 Tage lang aufbewahrt werden, 18 Monate statt nur drei.
So lange ließe sich dann exakt nachverfolgen, was die Nutzer alles angesurft, geklickt und gesucht haben. In den kommenden Wochen werde man Hinweise an die Nutzer ausgeben, teilt Yahoo mit . Voraussichtlich ab Juli soll dann länger gespeichert werden. Die Daten sollen unter anderem dazu genutzt werden, den Nutzern personalisierte Suchergebnisse anzuzeigen.
Damit befindet sich das Unternehmen in bester Gesellschaft anderer Datenkraken, die ihre Nutzer zur freiwilligen Vorratsdatenspeicherung verführen. Google speichert noch länger, anonymisiert die IP-Adressen in den Protokollen aber nach neun Monaten, Cookies nach 18 Monaten. Was Yahoo neben den Suchprotokollen noch alles länger aufbewahren möchte, verrät das Unternehmen nicht. Darüber werde man sich Gedanken machen, heißt es.
Alles ganz im Sinne der Nutzer und der innovativen Produkte des Unternehmens. Dass es bei der Speicherung von personenbezogenen Daten letztlich darum geht, möglichst genaue Profile zu erstellen und diese zu Geld zu machen, schreiben Constanze Kurz und Frank Rieger vom Chaos Computer Club in ihrem Buch "Die Datenfresser". Das Interesse der Nutzer stehe dabei nicht an erster Stelle.