Cyberwar Iranische Hacker sollen US-Banken attackiert haben
New York - Iranische Hacker sollen bereits sein Monaten die amerikanischen Großbanken Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase und Co. attackieren. Dies berichteten Insider der Nachrichtenagentur Reuters.
Den anonymen Quellen zufolge soll es sich bei den Cyber-Angriffen um sogenannte Denial of Service-Attacken handeln, bei denen die Homepages der Banken sowie deren Firmennetzwerke durch einen überproportionalen Web-Traffic gezielt zum kollabieren gebracht werden.
Ob die Angriffe vom Regime in Iran betrieben, nur bei Hackergruppen beauftragt wurden oder auf eigene Faust von patriotischen Iranern durchgeführt werden, ist unklar. Genauso wenig ist bislang bekannt darüber, ob die Hacker größere Schäden anrichten oder gar geheime Daten entwenden konnten.
Fakt ist, dass Iran im Cyberwar aufrüstet, seitdem der sogenannte Stuxnet-Virus im Jahre 2010 das iranische Atomprogramm lahmlegte. Es gilt als sicher, dass der Virus in den USA gezielt zu diesem Zwecke entwickelt wurde. In der Folge verkündete das Regime in Teheran öffentlich, eine Cyber-Armee aufbauen zu wollen und ermunterte alle Iraner, gegen westliche Nationen zu hacken.
Die aktuellen Attacken sollen den anonymen Quellen zufolge eine Reaktion auf die harten Sanktionen sein, mit denen Iran wegen seines Festhaltens am Atomprogramm von den westlichen Nationen belegt worden ist.
Ein offizielles Statement zu den jüngsten Angriffen steht noch aus. Weder die iranische Regierung noch das Pentagon oder die Sicherheitsbehörden U.S. Department of Homeland Security, Federal Bureau of Investigation, National Security Agency and Secret Service wollten die Vorgänge gegenüber Reuters kommentieren. Auch die betroffenen Banken äußerten sich nicht auf Anfrage.
Allerdings warnte ein amerikanischer Bankenverband vergangene Woche vor weiteren Attacken. Er empfahl erhöhte Alarmbereitschaft, nachdem die Webseiten von JPMorgan Chase und Co. und der Bank of America ungewöhnliche Störungen verzeichnet hatten.