IS Islamischer Staat: WLAN-Ultimatum in Rakka - DER SPIEGEL
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Syrien IS-Kämpfer stellen WLAN-Ultimatum

In ihrer Hochburg Rakka haben Anhänger des IS Internetcafés gestürmt: Sie wollen eine Nachrichtenblockade durchsetzen und haben laut Aktivisten ein Ultimatum gestellt - binnen vier Tagen müssen WLAN-Netze abgestellt werden.
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Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) haben in ihrer nordsyrischen Hochburg Rakka Internetcafés gestürmt, um so eine Nachrichtenblockade durchzusetzen. Dabei seien die Extremisten auf der Suche nach Internetnutzern gewesen, die Informationen über die Lage in der Stadt verbreitet hätten. Das hat die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärt.

Den Besitzern der Cafés hatten die Extremisten demnach am Sonntag ein viertägiges Ultimatum gesetzt, kabellose Internetverbindungen zu kappen, die von Nachbarhäusern genutzt werden. Die Frist sei auf Flugblättern angekündigt worden.

Der IS wolle auch die Kontakte zwischen ausländischen Kämpfern und ihren Familien verhindern. Dahinter stecke die Angst, Anhänger aus anderen Ländern könnten in ihre Heimat zurückkehren wollen. Zuletzt hätten zahlreiche Ausländer versucht, aus dem IS-Herrschaftsgebiet zu fliehen.

Die Beobachtungsstelle operiert von Großbritannien aus und stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite aus kaum überprüfbar.

Der IS kontrolliert im Norden und Westen Syriens sowie im Nachbarland Irak riesige Gebiete. In den vergangenen Monaten mussten die Dschihadisten jedoch mehrere Niederlagen einstecken. Rakka gilt als heimliche Hauptstadt des IS in Syrien.

fab/dpa/Reuters