Japan Regierungsserver gehackt
Denial-of-Service-Attacken erfreuten sich vor allem 2001 und 2002 großer Beliebtheit: Per Viren- und Trojaner-Aussendung geschaffene so genannte Botnetze ließen Webserver rund um den Globus in die Knie gehen. Vom weißen Haus bis zu Yahoo! bekamen ungezählte große Adressen den destruktiven Spieltrieb der Cracker zu spüren, die sich in entsprechenden Foren ihrer "Abschüsse" rühmten und eine regelrechte "Liga" der erfolgreichsten DoS-Gruppen pflegten.
In den letzten eineinhalb Jahren jedoch herrschte relative Ruhe. In den ersten Wochen des neuen Jahres jedoch zeichnet sich ab, dass die DoS-Attacke wieder häufiger wird. In Deutschland hatte vor kurzem der Heise-Verlag über mehrere Tage mit einer solchen Attacke zu kämpfen, in dieser Woche erwischte es in Japan die Server der Regierung. Hüben wie drüben setzte der Angriff plötzlich und überaus massiv und erfolgreich ein, um nach einiger Zeit einfach wieder abzubrechen.
Regierungssprecher Hiroyuki Hosoda: "Wir wissen nicht, ob die Attacke von innerhalb oder außerhalb des Landes kam."
Der Regierungssprecher sprach am Donnerstag von einer ganzen "Serie von Angriffen". Die unbekannten Angreifer überfluteten die Web-Seiten des Ministerpräsidenten und des Kabinetts mit Datenpaketen, so dass die Informationen nicht mehr zugänglich waren. Nach den Denial-of-Service-Attacken seien die Vorkehrungen für die IT-Sicherheit neu überprüft worden, erklärte Hosoda.