Jürgen Rüttgers Protest-E-Mails legten sein Postfach lahm
Schon wenige Stunden nach dem Aufruf vom Freitag, Rüttgers aus Protest gegen die Kampagne eine E-Mail zu schicken, sei dessen elektronischer Postkasten überfüllt gewesen, erklärte Grünen-Bundesvorsitzende Antje Radcke am Montag. Auch bei den Grünen seien übers Wochenende tausende von E-Mails mit der Bitte angekommen, sie an Rüttgers weiter zu leiten.
Radcke meinte: "Der schnelle Erfolg der Aktion zeigt, dass Rüttgers bei den Menschen auf Ablehnung und Empörung stößt und die NRW-CDU mit ihrer populistischen Kampagne gegen die Green Card gesellschaftlich isoliert ist." Die Aktion richtet sich gegen Rüttgers Wahlkampfkampagne unter dem Motto "Mehr Ausbildung statt mehr Einwanderung".
Das Büro Rüttgers bestätigte, dass angesichts des Themas Anwerbung von Computerspezialisten "Hunderte" von E-Mails pro Tag ankämen. Einige davon seien auf dem Protest-Formular der Grünen erstellt, sagte ein Sprecher. Er wollte allerdings nicht schätzen, wie groß der Anteil dieser Protest-E-Mails war. Die E-Mail-Adresse funktionierte nach Angaben des Sprechers am Montag normal.