Kind und Computer Spielegenres im Überblick
Früher war alles besser. Da gab es feste Genres für Computerspiele. Heute vermischt sich alles - was den Durchblick eher erschwert. Der folgende Überblick dient vor allem einem Zweck: Eltern Spielalternativen zu zeigen. Es reicht nicht, einem Jugendlichen ein brutales Spiel wegzunehmen, es muss auch eine Alternative angeboten werden.
Adventure
Zu deutsch: Abenteuer. Eines der ältesten und ruhigsten Genres, bei denen es auf ein wachsames Auge und Kombinationsgabe ankommt.
Gewalt: In klassischen Adventures gibt es auch Kämpfe. Im Action-Adventure dominieren sie.
Spielziel: Konstruktiv
Jump and Run
Eigentlich ein harmloses Hüpfspiel, bei dem geklettert, gehangelt, gesprungen, geflogen oder geschwommen wird. Dabei werden Münzen und andere Gegenstände eingesammelt.
Gewalt: Gegner erschweren einem das Durchkommen. Gegen die muss sich der Spieler zur Wehr setzen. Ist es brutal oder normal, wenn Super Mario auf kleine Pilze springt?
Spielziel: Konstruktiv
Renn- und Sportspiele
Gehören zu den beliebten Genres. Fast zu jeder Sportart gibt es auch ein Spiel. Bei den Rennen kann der Spieler sein Fahrzeug mit jeder Runde besser ausstatten.
Gewalt: Eigentlich kaum. Es gibt aber auch Rennspiele, bei denen sich die Fahrer gegenseitig das Leben zur Hölle machen. Diese Spiele sind aber an der Alterskennzeichnung der USK zu erkennen.
Spielziel: Konstruktiv
Simulationspiele
Bei diesen Spielen schlüpfen die Kinder zum Beispiel wie in "Sim City" in die Rolle eines Bürgermeisters und sind für alle Belange einer Stadt verantwortlich. Dabei lernen sie viel über Zusammenhänge.
Gewalt: Im Großen und Ganzen kommen Simulationsspiele ohne aus. Früher gab es bei "Sim City" Störfaktoren wie Terroristen. Heute sind es Stürme.
Spielziel: Konstruktiv.
Strategiespiele
Bei diesen Spielen ziehen die Kinder und Jugendliche zum Beispiel eine Insel oder einen Landstrich auf. Sie müssen das Land zum Prosperieren bringen wie in "Die Siedler".
Gewalt: Neben den ganzen Aufbauarbeiten gibt es auch Störfaktoren. Wenn fremde Völker nach dem Land des Spielers greifen, muss er sich innerhalb eines konstruktiven Spielziels verteidigen. Es ist nur ein Element von vielen.
Spielziel: Konstruktiv.
Rollenspiele
Ähnelt dem Adventure und ist inhaltlich eher dem Fantasybereich zuzuordnen. Der Spieler übernimmt verschiedene Rollen, erhält Aufträge (Quests), und die Fähigkeiten seiner Figuren nehmen immer mehr zu.
Gewalt: Zu den Aufgaben gehören auch Kämpfe, meist Schwertkämpfe.
Spielziel: Meist konstruktiv.
Actionspiele
Dazu gehören Spiele wie Beat'm Ups, bei denen es um Prügeleien geht. Oder aber Ego-Shooter, bei denen der Spieler aus der Ich-Perspektive mit einer Waffe auf alles schießt, was sich bewegt.
Gewalt: Und wie!
Spielziel: Destruktiv.
Thomas Feibel