Kleine, peinliche Panne Elektronikmarkt wirbt mit gehacktem iPod
Das Web liebt solche Geschichten: Als Joshua Topolsky am Wochenende die Anzeigenseiten seiner Zeitung durchging, muss er ganz genau hingesehen haben. Was er entdeckte, hielt er für einen echten Lacher: Die Elektronikmarktkette Radio Shack warb in ihrer aktuellen Anzeige unter anderem für einen iPod Touch.
Der ähnelt dem iPhone sowohl äußerlich als auch technisch, und das in mehr als einer Hinsicht: Obwohl Apple das so gar nicht vorsah, lässt sich das flache Gerätchen mit Hilfe von über das Web verteilten Programmen auch kommunikativ aufbohren. Per "Jailbreak" ergänzen seitdem zahlreiche Nutzer ihre MP3-Player um zusätzliche Funktionen - wie beispielsweise einem Instant Messenger ("IM Chat"). Der nimmt über die integrierte W-Lan-Funktion des Players Kontakt zum Internet auf.
Und das wird offenbar auch in Werbeagenturen genutzt. Topolsky veröffentlichte Screenshots der Anzeige im populären Tech-Blog engadget , seitdem macht die Geschichte die Runde: Radio Shack wirbt mit gehacktem iPod (siehe Bild 1).
Eine peinliche Panne mit erheblicher Reichweite. Radio Shack betreibt allein in den USA rund 6000 Geschäfte, die Firma hat darum die Puste für landesweite Anzeigenschaltungen. So sollen die Inserate zu den weitest verbreiteten Elektronikanzeigen auf dem amerikanischen Markt gehören.
Entsprechend laut die Lacher, die am Wochenende durch die Blogosphäre hallten. Nur bei Radio Shack hat man die bisher anscheinend nicht gehört: Die peinliche Anzeige war auf der Webseite des Unternehmens auch am Montagnachmittag noch zu sehen (siehe Bild 2).
pat