Lavabit geht juristisch gegen Schweigezwang vor - DER SPIEGEL
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E-Mail-Dienst Lavabit geht juristisch gegen geheime Anordnung vor

Lavabit-Gründer Ladar Levison hat gegen die Gerichtsbeschlüsse gegen sein Unternehmen formell Berufung eingelegt. Die Einzelheiten des Verfahrens unterliegen der Geheimhaltung - doch Dokumente verraten ein paar Details.
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Der auch von Edward Snowden genutzte verschlüsselte E-Mail-Service Lavabit geht gerichtlich gegen die geheime Überwachungsanordnung vor, die am Ende zur Schließung des Dienstes führte. Die Regierungsoffiziellen hatten mit Geheimbeschlüssen wohl Zugriff auf Nutzerdaten gefordert. Daraufhin hatte Levison Lavabit unter massivem Protest geschlossen.

Die genauen Details, die auch juristische Auseinandersetzungen vor der Schließung am 8. August beinhalten, müssen auf gerichtliche Anordnung ebenfalls geheim gehalten werden. Die Eröffnung des Einspruchsverfahrens werde für den 3. Oktober erwartet, berichtet "Wired ". Details des Verfahrens würden höchstwahrscheinlich als geheim deklariert.

Um überhaupt gegen den Behördendruck vorgehen zu können, hatte Lavabit-Gründer Ladar Levison noch im August mit einer Fundraising-Kampagne  an die 100.000 Dollar eingesammelt.

Aus am 29. August veröffentlichten Gerichtsdokumenten würden sich bei aller Geheimniskrämerei einige weitere Details zum Fall ergeben, so "Wired". Außer Angaben zum für den Geheimbeschluss zuständigen Richter enthalten die Unterlagen unter anderem auch die Fall-Nummer 1:13sw522. Auch wenn der Inhalt geheim sei, lasse das Kürzel "sw" den Schluss darauf zu, es handele sich hier um einen Durchsuchungsbefehl (search warrant).

Die Dokumente zeigen demnach außerdem, dass die juristischen Anstrengungen gegen Lavabit am 16. Juli begonnen hätten - vier Tage, nachdem Edward Snowden den Dienst benutzt hatte, um Menschenrechtsaktivisten zu einer Stellungnahme am Moskauer Flughafen einzuladen.

meu