Lesermeinungen: "Mich nervt..." - DER SPIEGEL
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Lesermeinungen "Mich nervt..."

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

...an Software, an bestimmten Herstellern

"Dass die digitale Welt in der Regel mit Microsoft gleichgesetzt wird.

Dass die Leute, wie auch der Autor, über Microsoft-Word-Windows jammern und jammern, ohne jemals Alternativen in Betracht zu ziehen, die ebenfalls schon lange existieren. Sind die Beispiele "Word" und "schwerer Ausnahmefehler" nicht typisch?

Dass die Leute die Lizenzpolitik eines Monopolisten in Kauf nehmen, die William S. Burroughs oder Kafka zu einem Roman animiert haben könnte, nur um weiterhin, ihre kleinen Texte, Briefchen, Artikel, Pressenotizen, Tabellen etc. mit einer Software zu schreiben, deren Funktionsumfang sie zu 95% niemals nutzen oder jemals nutzen werden. (Die wirklich genutzten Features eines Office-Pakets erfüllt heute wirklich, fast ausnahmslos, jedes zweitklassige andere Officepaket, von den erstklassigen Alternativen ganz zu schweigen.)

Meines Erachtens ist die Frage, die sich die "User" endlich stellen sollten, längst nicht mehr: Was ist "besser"? Ist Die Microsoft-Welt "besser" als Apple/Linux/BSD-Unix oder andere Betriebsysteme mit ihren jeweiligen Applikationen? Die Qualität von Microsoftprodukten ist, abgesehen von der bislang kaum vorhandenen Netzsicherheit, wirklich ziemlich gut. Das ist überhaupt keine Frage. Ja, man kann mit Microsoft Windows arbeiten! Die Teilnahme an sogenannten OS-Wars, wie z.B. auf dem heise-Ticker (http://www.heise.de/newsticker) halte ich lediglich für ein Zeichen von zuviel Zeit, Pubertät oder Alkoholmissbrauch.

Das, was die "User" heutzutage wirklich brauchen, können viele Systeme. Die Frage sollte heute vielmehr lauten: Welches System schränkt meine und die Entscheidungsfreiheit _anderer_ am wenigsten ein? Hier ist die Antwort zwar nicht eindeutig, sie schliesst jedoch mindestens Microsoft aus.

MfG

Dipl. Inform.
Klaus H."

Mich nervt...

"Die Gleichsetzung von "Computer" und Betriebssystem !
Es gibt Alternativen zu lausigen Programmen wie Word & Co.
Mfg
Andreas R."

Auch mich nervt...

"MS Windows ;-)

Ein Apple-Fan :-)

MfG
WL"

...an der Geschäftemacherei der Industrie

"ich muß ihnen recht in jeder hinsicht geben. mich nerven die unterschiedlichen standards der viel gerühmten Firmen. jeder versucht mit viel geld von anungslosen anlegern sein standart auf den markt zu drücken. und was bringt uns das? ein chaos in jeder hinsicht.
gruß Möbius"

Mich nervt... - die Software

"Sehr geehrter Hr.Feibel,
Eine Richtigstellung :
- der Computer (PC) arbeitet fast perfekt, die Probleme bereitet meist die Software.
Deshalb kann ich nur sagen "Wow, wieder coole neue Bugs, mit den ich mich herumschlagen muß".
Leider betrifft dies nicht nur Programme, sondern auch sämtlich Betriebssysteme aus den Hause Microsoft.
Als Superbeispiel bietet sich WinNT 4.0 an, da sämtliche bis jetzt erschienen Fehlerbehebungen/ServicePacks (6 Stk.) neue und andere Fehler verursachen.
Auch das ständige PC- Aufrüsten können Sie sich sparen, wenn Sie bei Ihrer älteren Software bleiben.
Die neue Software hat sowieso nur neue Features, die keiner braucht.
MfG und DAU-geschädigt
M. G."

Lieber alt und gut, als...

"Sehr geehrte Damen und Herren,

gern antworte ich auf Ihre Frage - endlich will mal jemand meinen Kummer hören! Am meisten nervt mich an der digitalen (PC-) Welt, daß so vieles nicht oder nur unzuverlässig funktioniert. Nach dem Motto: Höher, schneller, weiter, aber mit offenem Schnürsenkel. Ich würde z. B. jeden funktionstüchtigen Schwarz-Weiß-Fernseher einem Stereo-3D-Farb-Geruchs-Fernseher mit Wackelkontakt vorziehen...

Mit freundlichen Grüßen, Sebastian D."

...an Thomas Feibels Kolumne

"Kolumnen über Computer und deren Benutzer von Schreiberlingen, die augenscheinlich davon keine Ahnung haben.

Gruß,
Christian"

Mich nervt...

"Dass der Feibel immer eine solche Scheiße von sich gibt!"
(Anonym)

Mich nervt...

ehrlich gesagt, diese Art von Artiklen.

Weder pfiffig, noch orginell, stattdessen Stammtischgeschwaetz.

Mfg
Hans-Peter B."

...mangelnder Support

"Deutschsprachige Übersetzungen von Software nerven man meisten. Denn man muss sie oft wieder in Englisch übersetzten und sie zu verstehen, so grauenhaft sind sie.

Daher verwende ich nur englischsprachige Orginalsoftware - ist einfacher. Jeder der mit dem Computer umgeht, sollte es so machen. Computer sollten "deteutoniisert" werden!

Walter E., Wien"

Mich nervt...

"...eigentlich am meisten an meinen Computern, mit denen ich tagtäglich zu tun habe (als Azubi zum Fachinformatiker), dass die Leute, die den Computer eigentlich mit ihrer Software nutzbar machen sollen, sich zu sehr auf ihr Insiderwissen fixieren und den "dummen" User, den es einfach vielfach weltweit gibt und der logischerweise die absolute Mehrheit der User stellt, außen vor stehen lassen und ihm keine wirkliche Hilfe geben. Die meiste Software ist einfach nicht fürs Arbeiten gedacht, wenn man sie nicht selbst produziert/programmiert hat.

Wenn man sich allerdings einmal wirklich mit einer Software nach intensiver Beschäftigung auskennt, dann ist sie ideal und sehr viel besser als jede andere Arbeitsform. Daran müßten die Entwickler endlich mal arbeiten.

Mfg

Michael L."

...an uns Deutschen...

"Sehr geehrter Herr Feibel, sehr geehrte Redaktion,

ein großartiger Artikel, der mir voll und ganz aus der Seele spricht. "Das habe ich ja schon immer gewusst!" würde ich da doch gerne ausrufen, doch damit würde ich mich nur auf dieselbe Stufe mit dem perfekten und unflexiblen Deutschen begeben.

Wir Deutschen - so mein Eindruck, wie ich ihn bisher gerne schilderte, wenn ich mich kritisch mit Deutschen und Ausländern über uns unterhalte - sind darüberhinaus sehr argwöhnisch allem Neuen gegenüber, was wohl ein Ausfluß der beschriebenen Unflexibilität ist. "Es hat doch bisher auch so geklappt, warum soll ich denn schon wieder etwas Neues anschaffen?" - ist dies nicht auch ein typischer Satz?

Ich möchte hier nicht in eine Diskussion über die Hintergründe einsteigen, obwohl auch das bestimmt interesssant wäre, sondern ganz einfach nur meine Anerkennung über den gelungenen Artikel übermitteln.

Mit freundlichen Grüßen,

Thorsten H.

PS: Ich benutze die Rechtschreibhilfe!"

...an der Kritik an uns Deutschen...

"Danke, danke vielmals!
Ich sitze hier in den USA und raufe mir die Haare über die Produkte von MicroWeich und alle meine Kollegen haben die neuesten Versionen. Nicht, dass die richtig laufen würden - denn auch die englische Rechtschreibung ist ein Witz - aber man hat ja jetzt wandelnde Büroklammern. Erst dachte ich, an mir wäre was falsch, aber jetzt sehe ich, dass ich glücklicherweise ein Empfänger der deutschen Perfektionismus-Gene bin. Kein Wunder, das ich mit dem nordischen Opera das Internetz durchquere und sämtliche Active-X Komponenten, Features und Enhancements abgeschaltet habe.

Nach der logischen Erklärung kann ich endlich wieder ruhig schlafen, wäre da nicht der Rechner, auf dem ich nicht eine abgestürzte Platte ersetzen kann, da dazu ein Betriebssystem da sein muss, dass nicht von CD lesbar ist, da die Platte nur per Hand im BIOS und nach Floppy Start in DOS - ja ich hab die alten Floppies noch, nun allerdings mit fehlemden CD-ROM Treiber, ach was, Fenster auf und raus.

Reiner E."

Mich nervt die ganze Fragestellung

"1. Es gibt weder eine digitale Welt; noch gibt es eine I-net-world -

evtl. gibt es eine digital-elektronisch dominierte Zeitspanne (Epoche?) - wie z.B. die Hochzeit der Dynamit- u. Eisentechnologie, die im Ablauf und Beendigung des I.Weltkrieges ihren technologischen Höhepunkt fand. (Senfgas etc. im übrigen auch)

2. Die Möglichkeiten der digitalen Anwendungen werden grundsätzlich erheblich überschätzt.

3. In der Masse sind Äusserungen von sogenannten Experten, Politiker, Journalisten o. Promis zum Thema digital/www/etc. (von EDV/Binärem Code etc. ganz zu schweigen) absolut unqualifiziert und lächerlich (.z.B. "mein 13-jähriger Sohn kann das alles so gut"!).

4. Der Datenschutz und die Privatsphäre sind löchrig wie ein Schweizer Käse.

5. Zuviel Kommerz, zuwenig Aufklärung u. Ausbildung, finanzielle Abzocke des Bürgers u.a. auch durch Vorschub der unter Absatz 3 aufgeführten Fakten.

Mit freundlichen Grüssen Klaus R."