Lowtech: 8-Bit-Browser verpixelt das Web - DER SPIEGEL
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Nostalgie-Browser: Pixelklötze für Nerds

Lowtech 8-Bit-Browser verpixelt das Web

Im Internet surfen wie mit einem C64: Das Programm "Pixelfari" zeigt aktuelle Websites in der Klötzchenoptik von vor 20 Jahren. Der Browser ersetzt die Vektorschrift durch Pixel-Fonts und schraubt die Auflösung von Bildern herunter - nur zum Spaß.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ein modernes Smartphone kann auf seinem Display 960 × 640 Pixel anzeigen - genug für gestochen scharfe Bilder und gut lesbare Texte. Es ist noch gar nicht so lange her, da waren weit weniger großzügige Auflösungen selbst bei Heimcomputern schon recht ordentlich. Damals, als Computer noch klobig und grau-beige waren, galten 320 × 200 Pixel als state of the art.

Die Rede ist von den achtziger Jahren, der Zeit der 8-Bit-Heimcomputer , von Rechnern wie dem Commodore 64. Der Software-Entwickler Neven Morgan hat mit der Hilfe eines Freundes den Mac-Browser Safari nun zu einer Zeitmaschine umgerüstet: Ihr kostenloser "Pixelfari"  lässt sich wie ein herkömmlicher Browser nutzen - verpixelt aber dabei das Web.

Der 8-Bit-Browser rechnet Bilder in die geringen Auflösungen der frühen Computertage herunter und lässt selbst harmlose Grafiken aussehen wie unkenntlich gemachte Promi-Kinder. Makellose Vektor-Schriftarten werden durch einen groben Pixel-Font ersetzt, der leider keine Umlaute kennt - aber das verstärkt nur den Nostalgie-Effekt. Der praktische Nutzen der Spaß-Applikation ist begrenzt - dafür ist sie umso nerdiger. Und wem das noch nicht reicht, kann es ja mit Lynx ausprobieren (siehe Fotostrecke).

ore