Massive Phishing-Attacken auf iranische Gmail-Konten - DER SPIEGEL
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Vor der Wahl Massiver Angriff auf iranische Gmail-Nutzer

Google meldet eine Angriffswelle auf iranische Nutzer seines kostenloses E-Maildiensts. Der Zeitpunkt lässt einen politischen Hintergrund vermuten. Die Hacker sollen schon einmal zugeschlagen haben.
Wahlparty Anfang Juni in Iran: Angriffe auf E-Mailkonten
Wahlparty Anfang Juni in Iran: Angriffe auf E-Mailkonten

Wahlparty Anfang Juni in Iran: Angriffe auf E-Mailkonten

Foto: Abedin Taherkenareh/ dpa
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Am Freitag wird in Iran ein neuer Präsident gewählt. Im Vorfeld hat Google bei Zehntausenden iranischen Gmail-Konten eine massive Zunahme von Phishing-Angriffen verzeichnet. Wie der Konzern laut der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch mitteilte, sollten arglose Gmail-Nutzer dazu gebracht werden, auf gefälschten Websites Namen und Passwörter anzugeben.

Diese Versuche seien eindeutig iranischer Herkunft, sie würden den Schluss zulassen, "in Verbindung mit den iranischen Präsidentschaftswahlen politisch motiviert zu sein" . Die Phishing-Attacken hätten ihren Anfang vor drei Wochen genommen, woraus Google die Verbindung zum iranischen Wahlgeschehen ableitet.

Auf seinem Sicherheits-Blog veröffentlichte das Unternehmen am Mittwoch einen Screenshot , der eine scheinbar vom Gmail-Team stammende Nachricht zeigt. Dem Empfänger wird angeboten, seinem Profil eine weitere E-Mail-Adresse hinzuzufügen. Dabei handele es sich offensichtlich um dieselbe Gruppe, die mit Hilfe gefälschter SSL-Zertifikate bereits einmal iranische User angegriffen habe, heißt es im Blog-Beitrag weiter.

Hackern war es damals gelungen, ein gefälschtes Internet-Zertifikat mit Google-Daten zu erbeuten. Damit konnten sie eine Website einrichten, die sich als legitimes Google-Angebot ausgab - und in Wirklichkeit verschlüsselte Zugangsdaten und Privatnachrichten abschöpfte. Ein Verfahren, das als Man-in-the-Middle-Angriff bezeichnet wird. Schon damals waren hauptsächlich Surfer aus Iran betroffen.

Google rät nun Gmail-Nutzern in Iran dringend, stets mit einem aktuellen Browser zu surfen. Veraltete Versionen besäßen keinen effizienten Anti-Phishing-Schutz und würden zumeist auch nicht mit einer sichereren Zwei-Faktor-Authentifizierung arbeiten. Surfer sollten sich auch stets versichern, dass im Adressfenster tatsächlich die korrekte Adresse "https://accounts.google.com/" für die Gmail-Log-in-Seite angezeigt werde.

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So geht das: Googles 2-Step-Anmeldung

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