Medien-Pläne Microsoft und Disney bringen Inhalte ins Netz
Microsoft trennt seine Serviceangebote Hotmail, den Instant Messenger und die Websuche von der Marke MSN und fasst sie unter dem Label "Live" zusammen. Unter dem gleichen Oberbegriff will Microsoft auch Online-Office-Anwendungen anbieten.
MSN hingegen soll nun zunehmend zum Träger von "Inhalten" ausgebaut werden - womit mediale Angebote gemeint sein dürften. Das äußert sich auch in der Ernennung des ehemaligen MSNBC-Chefs John Nicol als Kopf von MSN. Der sagte anlässlich seiner Erennnung, er plane den Ausbau der MSN-Angebote in den Bereichen "Autos, Lifestyle, Sport, Nachrichten und Immobilien".
Ambitionen, MSN zu einer "Medienmarke" auszubauen, entwickelt Microsoft seit Gründung des Angebotes alle Jahre wieder. Zurzeit liegt das schwer im Trend: Der zunehmende Ausbau breitbandiger Internet-Zugänge eröffnet den Internetunternehmen die Möglichkeit, sich als Alternative zu klassischen AV-Vertriebswegen wie Fernsehen oder Rundfunk zu positionieren. Als besonders Zukunftsträchtig gilt vor allem der Bereich des digitalen Vertriebes und des Fernsehens per Internet IPTV.
Disney sendet online
Auch der Medienkonzern Disney dokumentiert mit seiner Entscheidung, in Kürze online einiger seiner populärsten Serien anbieten zu wollen, ähnliche Pläne.
Die Serien sollen über die Disney-eigenen Webseiten Disneychannel.com und Jetix.tv gestreamt werden. Finanzieren soll sich das Angebot auf ganz klassische Art und Weise: mit Anzeigen und Unterbrecherwerbung - wie im herkömmlichen Fernsehen.
pat/AP/reuters