Mein digitaler Alltag Sind Sie Yettie oder Settie?
- Kaufen Sie statt Autozeitschriften und SPIEGEL lieber "Computerwoche" und "Börse-online"?
- Wissen Sie nicht mehr, wann Wochenende ist?
- Bekommen Sie jedesmal einen Schreck, wenn Sie die Gehaltsabrechnung sehen, weil sie nicht wissen, wohin mit dem vielen Geld?
- Ist Ihnen Ihr funktionierender Computer wichtiger als eine funktionierende Partnerschaft?
- Würde Urlaub bei Ihnen zum Problem, weil Sie nicht wüssten, wohin Sie sollten?
- Haben Sie den Chef statt nach einer Gehaltserhöhung schon nach einer Schlafcouch in Ihrem Büro gefragt?
- Schlüsselfrage: Sind Sie zwischen 20 und 30 Jahre alt?
Wenn Sie mehr als drei Fragen mit "Ja" beantworten müssen, gehören Sie zu zur Gruppe der Yetties.
Dabei handelt es sich um die Abkürzung für:
Young Entrepreneural ("Entrepreneur": der Unternehmer) Tech-based.
Müssen Sie die Schlüsselfrage verneinen, weil Sie bereits die Schallmauer von 30 durchbrochen haben, gibt es eine Verlegenheitslösung:
Nennen Sie sich einfach "Settie". Das "S" muss leider das "Y" ersetzen und steht - sie ahnen es sicher schon - für "Senior". Nicht sehr schmeichelhaft, aber wenigstens ehrlich.
Der "Y-/Suppie", der young/senior urban professional, der gern mehr scheinen wollte, als er war, trug anno dazumal edlen Zwirn, trank seinen Espresso im "Café Wichtig", fuhr im Cabrio nach Hause und versenkte dort seinen Körper am liebsten in seine Benz-Couch.
Der "Y-/Settie" hat mit dem Yeti eines Reinhold Messners eines gemeinsam: Er zeigt sich nicht in der Öffentlichkeit und legt keinerlei Wert darauf, zum Establishment zu gehören, sofern es nicht seiner Arbeit nützt. Er umgibt sich nicht mit Statussymbolen, obwohl er sie sich leisten könnte. Er ist eigentlich das, wovor es ihn noch vor fünf Jahren gegraut hat: Er ist mit seiner Firma verheiratet. Der Sinn des Lebens besteht seiner Ansicht nach in Arbeit.
Zur Zeit arbeiten 1,8 Millionen Deutsche in der IT-Branche. Bis 2005 soll sich dann die Gruppe der potenziellen "Y-/Setties" auf 2,4 Millionen vergrößern.