Melanome als Zombies visualisiert: Nur ein harmloser Leberfleck? - DER SPIEGEL
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Monster-Melanome Nur ein harmloser Leberfleck?

Monstren, die unter der Epidermis wüten? Mit solchen Computergrafiken will eine brasilianische Agentur auf die Gefahren von Hautkrebs aufmerksam machen. Die Ergebnisse sind erschreckend.
3D-Visualisierung von Zombie Studios
3D-Visualisierung von Zombie Studios

3D-Visualisierung von Zombie Studios

Foto: Zombie Studio/ DOCMA
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DOCMA 73

Doc Baumanns Magazin für digitale Bildbearbeitung

November - Dezember 2016

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Die Digital Artists der brasilianischen Agentur "Zombie Studio"  beschreiben sich auf ihrer Website augenzwinkernd als Untote, die mit ihren fantastischen Maschinen die Welt verändern wollen. Formwandler seien sie, und gefährlich - sehr gefährlich.

Wer würde diesen Zombies einen Auftrag geben wollen? Die US-amerikanische Stiftung Mollie's Fund hat es getan, um ihre Kampagne "A Mole Isn't Always Just a Mole" zu realisieren.

Den Originalartikel finden Sie in Docma 73 ab Seite 58. Mollie's Fund hat es sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für die Gefahr des Hautkrebses zu wecken: Da sich ein vermeintlicher Leberfleck als Melanom erweisen kann, sollte man auf seine Haut achten und regelmäßig zur Früherkennung gehen. Viele ignorieren die Warnhinweise, weil sie nichts von den zerstörerischen Kräften ahnen, die unter der Haut lauern können.

Foto: Zombie Studio/ DOCMA

Zombie Studio machte sich daran, den Gegensatz zwischen einem scheinbar harmlosen Fleck und einem Melanom durch subkutane Monster zu visualisieren. Nach dem Briefing mit dem Kunden beschäftigten sie sich mit den unschönen Details der Entwicklung eines Melanoms, die in der medizinischen Literatur dokumentiert sind. Auf dieser Basis entstanden erste Konzeptskizzen, die dann als 3D-Modelle realisiert und mit Texturen gerendert wurden, die den klinischen Fotos entliehen waren.

Foto: Zombie Studio/ DOCMA

In der Postproduktion optimierten die Digital Artists die Lichter und Schatten sowie die Farbcharakteristik; schließlich fügten sie noch Effekte wie Rauch, Staub und Blutspritzer hinzu. Die Herausforderung bestand darin, ein realistisches, dabei aber nicht allzu unheimliches Ergebnis zu erzielen.