Menschenjagd im Internet: Jetzt geht der Ärger los - DER SPIEGEL
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Menschenjagd im Internet Jetzt geht der Ärger los

Nachdem der Reality Run in Berlin vorzeitig zu Ende ging, machen Gerüchte über einen unsauberen Spielverlauf die Runde.
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Am Dienstag erhob der 29-jährige Berliner Markus Janus Vorwürfe: "Das Geld, das hier übergeben wird, gehört mir", sagte er enttäuscht, als Roger die Siegesprämie an die Journalistin Jelena Nikolic übergab. Janus reklamiert das Geld für sich, er habe den "Runner" gestellt, aber Nikolic habe ihren Namen in das Handymikrofon Rogers gerufen.

Veranstalter Alexander Skora weist das zurück: "Das könnten etliche Jäger behaupten, die auch in der Staatsbibliothek waren, sie hat ihren Namen gerufen."

Gefälschtes Auswahlverfahren?

Der zweite Vorwurf kam am Dienstag vom Magazin "Stern", das Zweifel am Auswahlverfahren für den "Runner" anmeldete. Skora und Roger hätten sich bereits vom gemeinsamen Wüstenlauf "Marathon des Sables" im April gekannt, berichtet das Magazin. Roger räumte dies gegenüber der Deutschen Presseagentur ein. "Ich hab ihn beim Casting gleich erkannt und das im Gespräch auch gesagt. Die Veranstalter hatten damit kein Problem."

Laut Skora haben die Internetuser demokratisch über die 9000 Bewerber abgestimmt. Dem Magazin gegenüber sagte er jedoch, der Holländer, der seit Jahren in Frankfurt/Main lebt, habe sich zunächst unter dem Decknamen "Givenchy" beworben. Als sich dann abgezeichnet habe, dass er von der Netzgemeinde nicht genügend Stimmen bekommen würde, habe man ihn unter dem Pseudonym "Roger" erneut zur Wahl gestellt, so "Stern".

"Ist doch alles gut gegangen", sagte Skora am Dienstag in Berlin. Aus seiner Sicht stimmt das auf jeden Fall. Nach eigenen Angaben verhandelt er bereits in der kommenden Woche in den USA um die Film- und Fernsehrechte für den "Run". "Das haben wir nicht angekündigt, war aber natürlich immer unser Ziel", sagt er lächelnd. Und Roger, der das Geschäft als Besitzer einer entsprechenden Event-Agentur in Frankfurt/Main kennt, hat gleich einen Beratervertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen.