Messenger-App Tango sammelt 280 Millionen von Investoren
Tango-App im Play Store: 70 Millionen aktive Nutzer
Finanzspritze von Investoren: Wenige Wochen nach dem Milliarden-Deal um WhatsApp freut sich nun Konkurrent Tango über frisches Geld. Rund 280 Millionen Dollar kamen in einer Finanzierungsrunde zusammen, gab Mitgründer Eric Setton am Mittwoch in Interviews bekannt. 215 Dollar davon habe allein das chinesische eBay-Pendant Alibaba investiert, das gerade einen großen Börsengang in den USA plant. Insgesamt sei Tango bei der Finanzierungsrunde mit insgesamt 1,1 Milliarden Dollar bewertet worden, berichtet das US-Magazin "Forbes" .
Die App Tango, vor allem von 25- bis 45-Jährigen genutzt , bietet prinzipiell ähnliche Funktionen wie WhatsApp, vermarktet sich selbst aber stärker als soziales Netzwerk. Im Stil von Facebook bietet der Dienst für iPhones und Android-Smartphones beispielsweise einen eigenen Newsfeed. Ebenso lassen sich über Tango diverse Spiele spielen - ein Angebot, das die Nutzer dazu bringt, viel Zeit mit der App zu verbringen.
Das Interessanteste an Tango ist aber vermutlich seine Telefonfunktion, auf Wunsch sogar mit Bildübertragung. Die Gespräche werden dabei über Datenverbindungen übermittelt, etwa per W-Lan. Finanzieren will Tango sein Angebot langfristig unter anderem durch nicht näher spezifizierte Premium-Services. Sprach- und Videoanrufe sollen aber kostenlos bleiben .
70 Millionen aktive Nutzer
WhatsApp hat eine Telefonfunktion zwar angekündigt, allerdings erst in den nächsten Monaten. Den Einbau von Spielen hat WhatsApp bislang abgelehnt: "No Ads, no Games, no Gimmicks", also "keine Werbung, keine Spiele, keine Zusatzspielereien" gilt als das informelle Unternehmensmotto.
Im Vergleich zum Marktführer WhatsApp ist Tango kleiner, aber alles andere als unbedeutend. Nach eigenen Angaben hat die App jeden Monat etwa 70 Millionen aktive Nutzer. WhatsApp, kürzlich für 19 Milliarden Dollar von Facebook gekauft, kommt angeblich auf mehr als 450 Millionen Nutzer.
Facebooks WhatsApp-Kauf hatte die Messenger-Branche vor einigen Wochen ordentlich durcheinandergewirbelt, viele kleinere Dienste gewannen neue Kunden. Die Nutzerzahl der kostenpflichtigen App Threema beispielsweise verdoppelte sich binnen 24 Stunden.
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