Microsoft: Entwicklerkonferenz Build 2017 startet in Seattle - DER SPIEGEL
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Entwicklerkonferenz Build Das steht auf Microsofts Agenda

Am Abend beginnt in Microsofts Heimatstadt Seattle die jährliche Entwicklerkonferenz des Konzerns. Aus den Themen macht das Unternehmen ein großes Geheimnis. Einige kennen wir trotzdem schon.
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Foto: Drew Angerer / AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Auf Microsofts Entwicklerkonferenz Build wird Windows 10 eine wichtige Rolle spielen. So wie Satya Nadella vor einem Jahr das Anniversary Update angekündigt hat, wird er am Mittwochabend das Redstone-Update ankündigen. Erste Vorabversionen sind bereits an Tester verteilt worden. Der Assistenzfunktion Cortana wird dabei viel Raum gegeben. So kann man etwa Cortanas Verhalten und Funktionen künftig kleinteiliger justieren.

Der Edge-Browser von Windows 10 wird mit dem Redstone-Update viele neue Funktionen bekommen, um PDF-Dateien zu lesen und zu bearbeiten. Der neue Windows Defender Application Guard soll die Sicherheit verbessern. Künftig soll er verhindern, dass Angreifer ihre Schadsoftware vom Browser aus in Firmennetzwerken verbreiten. Offenbar wird er aber nur in die Großkundenversion Windows 10 Enterprise integriert  .

Mit dem nächsten großen Windows-Update will Microsoft zudem eine neue Designsprache einführen. Unter dem Projektnamen Neon wird ein Look entwickelt, der unter anderem mit Transparenzeffekten für eine frischere Optik sorgen soll. Damit das funktioniert, müssen Windows-Apps allerdings erst von deren Entwicklern entsprechend angepasst werden. Die allgemeine Verfügbarkeit dieses Updates ist deshalb erst in einigen Monaten zu erwarten. Microsoft hat sich vorgenommen, zwei große Updates pro Jahr fertigzustellen.

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Windows 10: Das ist neu im "Anniversary Update"

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Microsofts neue S-Klasse

Anders als das nächste große Windows-10-Update steht Windows 10 S schon vor der Tür. Im Juni sollen erste Computer mit dem für Schüler und Studenten entwickelten Schmalspur-Windows auf den Markt kommen. Microsoft hatte die neue Windows-Variante Anfang Mai in New York vorgestellt und versprochen, die Software werde besonders sicher und besonders leicht für den Einsatz in Schulklassen konfigurierbar sein.

Um das zu erreichen kann es ausschließlich mit Software aus dem Windows Store benutzt werden. Die Build-Konferenz wird die erste Möglichkeit sein, Windows 10 S genauer anzuschauen und einen Blick auf das Surface Laptop zu werfen, das der Konzern zusammen mit der Software vorgestellt hat.

Die gemischte Realität wird billiger

Vor einem Jahr war Microsoft noch stolz, seine Hololens-Brille endlich liefern zu können , wenn auch nur an Entwickler und Firmenkunden. Trotz der eingeschränkten Kundengruppe und dem hohen Preis - 3300 bis 5500 Euro - soll schon eine deutlich vierstellige Zahl an Geräten ausgeliefert worden sein.

Nun dürfte es darum gehen, die Hololens-Technik einem breiteren Publikum zugänglich und damit relevant zu machen. Das im April veröffentlichte Creators Update bildet dafür die Grundlage. Mit ihm wurde Windows 10 um Funktionen erweitert, die den Bau billiger Hololens-Klone ermöglicht.

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Windows 10: Das bringt das Creators Update

Foto: Microsoft

Die nämlich können die Rechenarbeit künftig dem PC überlassen, während in Microsofts Brille noch ein kompletter PC im Miniaturformat steckt. Einige solcher Computerbrillen dürften auf der Keynote am Mittwochabend gezeigt werden. Fast die Hälfte der Ausstellungsfläche im Washington State Conference Center ist für Demonstrationen solcher Brillen vorgesehen.

Microsoft-Handys werden seltener

Nur für eine Splittergruppe dürfte interessant sein, inwieweit sich Microsoft zu seinen Smartphone-Projekten äußern wird. Zwar wird weiterhin an Windows 10 für Mobilgeräte gearbeitet, verglichen mit Googles Android und Apples iOS hat das Betriebssystem aber keinen relevanten Marktanteil mehr. Nur wenige Hersteller bieten überhaupt noch Windows-Smartphones an, das jüngste Update für Windows 10 bekommen gar nur elf Modelle .

Und schließlich wird auch Microsofts künstliche Intelligenz (KI) Cortana eine wichtige Rolle auf der Build spielen. Der Konzern wird vor allem zeigen wollen, wie Drittfirmen seine KI in eigenen Produkten nutzen können. Das ist dringend nötig, denn die Konkurrenz hat schon gezeigt, wie das geht. Microsoft will in diesem Bereich nachlegen .

Cortana kam etwas zu früh

So dürfte die Entscheidung, die Pressemitteilung zu Harman Kardons Netzwerklautsprecher Invoke schon am Montag zu verschicken, eilig gefällt worden sein. Der Invoke basiert auf Cortana, sieht ähnlich aus wie Amazons Echo-Lautsprecher und kann genau wie dieser per Sprache bedient werden. Nur einen Tag später trumpfte Microsofts Nachbar aus Seattle, Amazon, allerdings mit einem neuen Modell des Echo auf.

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Windows-Sprachassistentin: Die besten Cortana-Sprüche

Das Echo Show genannte Gerät besitzt einen Farbbildschirm, auf dem es Informationen oder beispielsweise Bilder von Überwachungskameras anzeigen kann. Zwar will Amazon das neue Modell erst Ende Juni und auch dann nur in den USA liefern, doch selbst mit diesem Termin liegt der Internetkonzern vorn. Für den Invoke gibt Harman Kardon nur schwammig an, er werde im Herbst 2017 lieferbar sein.

Man könnte meinen, mit diesen Themen hätte sich Microsoft schon einiges vorgenommen, doch dürfte der Konzern am Mittwochabend noch einiges mehr enthüllen. Die Keynote ist für eine Dauer von drei vollen Stunden angesetzt. Und weil selbst das bei Microsoft nicht ausreicht, wird es am Donnerstag eine zweite Keynote geben, mit noch mehr Themen.