Microsoft-Geschenke US-Army rügt Gates
"Wir bitten sie, das Verschicken von kostenloser Software und anderen Geschenken an Personal des Department of Army sofort einzustellen", schrieb Deputy General Counsel Matt Reres laut "CNET News.com" an den Microsoft-Chef. "Ihr Angebot kostenloser Software bringt unsere Angestellten und Soldaten in die Gefahr, unwissentlich die Regeln zu verletzen, die zu wahren sie einen Eid geschworen haben."
Auch das Verteidigungsministerium und das für Nationalparks und andere Bundesländereien zuständige Interior Department haben mitgeteilt, dass die Microsoft-Freebees unautorisierte Geschenke darstellen und deshalb zurückgegeben werden müssen. Beim Interior Department geht man davon aus, dass ein Geschenk im Wert von mehr als 20 Dollar von einem Geschäftspartner der Behörde nicht akzeptabel ist. Ein Office-Paket kostet im US-Handel etwa 500 Dollar.
Microsoft erklärte laut "CNET News.com", das Ziel des Programms sei es, Kunden einen Vorgeschmack auf die Software zu geben und "ihnen die Gelegenheit zu geben zu erleben, wie sie ihren Organisationen nützen könnte".
Die Tendenz öffentlicher Einrichtungen, Open Source Software als Alternative in Betracht zu ziehen, muss Microsoft Kopfzerbrechen bereiten. Die Stadt München etwa beschloss erst kürzlich, ihre kommunale Verwaltung auf Linux umzustellen. Auch die britische Regierung erwägt den Wechsel zum Open Source System; ebenso Korea, China und Indien.
In den Ruch versuchter Beamtenbestechung will man bei Microsoft natürlich nicht geraten. Die Geschenkpakete enthalten deshalb auch einen Hinweis, dass der Inhalt nur in Übereinstimmung mit entsprechenden Regeln und Gesetzen für die Beurteilung durch die jeweiligen Behörden genutzt werden soll: "Sie können dieses Produktpaket nach Ihrem Belieben auf Kosten von Microsoft zurückschicken."