Microsoft.Net-Services Alles im Netz
Microsoft.Net soll vieles, was bisher unvereinbar schien, zu einem großen Ganzen vereinen: Von Programmiersprachen für Entwickler bis hin zu Daten von Kunden, die künftig virtuelles Geld, ihren Terminplan, ihr Adressbuch und vieles mehr zentral auf Microsofts Servern speichern sollen. Das alles soll immer abrufbar sein, an jedem Ort der Welt und auf jedem denkbaren Gerät. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Das US-Unternehmen Sun bietet mit seinen Open Network Environment (ONE) ein ähnliches Modell.
Intelligente Webseiten sollen nach den Vorstellungen der Entwickler künftig die Flut von Informationen kanalisieren und individuell auf den Kunden zuschneiden. Nachrichten, Sportereignisse, Börsenkurse, E-Mail, Bankdaten: Alles soll mit Hilfe einer Technologie auf verschiedenen Geräten empfangen werden. Denn das Nebeneinander von Handy, Laptop, PC und PDA macht eine einheitliche Darstellungstechnik immer schwieriger. Deshalb sollen künftig alle Daten auf einem zentralen Server abgelegt werden und mit jedwedem Gerät abrufbar sein.
Soll die neue Rundum-Glücklich-Technik funktionieren, muss der Nutzer allerdings umfangreiche persönliche Daten auf Microsoft-Servern hinterlegen: Beruf, Hobbys, Termine, Bankdaten und vieles mehr. Diese Vorstellung nicht nur manchem Datenschützer ein Graus. Auch Internet-Nutzer, die Bill Gates' aktuellen Sicherheits-Versprechungen nicht recht über den Weg trauen, dürften nur schwer für dessen Art der künftigen Internet-Nutzung zu gewinnen sein.