Kleines Surface Microsoft soll Spiele-Tablet planen
Microsoft-Chef Steve Ballmer (Archivbild): Daddeln auch unterwegs
Foto: Frederic J. Brown / AFP"Xbox Surface" soll laut "The Verge" das Schwestergerät zum neuen Tablet-Rechner Surface heißen, das vom unter die Hardwarehersteller gegangenen Konzern geplant werde. Gerade erst ein paar Tage auf dem Markt, könnte der Flachrechner demnächst auch in einer Schrumpfvariante erscheinen, die vornehmlich zum Spielen geeignet ist . Das berichtet das Techblog "The Verge" unter Berufung auf mehrere anonyme Quellen.
Das "geheime Projekt" sehe einen Bildschirm mit einer Diagonale von sieben Zoll (17,8 Zentimeter) vor, unter der Haube sollen ein handelsüblicher ARM-Prozessor und schneller, auf Spiele-Anforderungen abgestimmter Arbeitsspeicher für Game-Genuss sorgen. Allerdings sei bei diesen Details die letzte Entscheidung noch nicht gefallen, genau könnte als ARM-Ersatz ein SoC (System on a Chip) von Intel eingebaut werden.
Als Betriebssystem sei eine Windows-Schmalspur-Version gedacht, nicht jedoch das für ARM-Prozessoren entwickelte Windows RT wie beim größeren Surface. Das abgespeckte Windows werde zwar Tablet-Funktionen wie Messaging unterstützen, der Schwerpunkt liege aber eindeutig auf Spielen. Erstmals waren Pläne für ein Xbox-Tablet im Juni durchgesickert.
Die Entwicklung des Spiele-Tablets soll im Verborgenen abgelaufen sein. Dazu sei der Zugang zu Microsoft-Dependancen im Silicon Valley eingeschränkt worden, die ansonsten für Xbox-Belange genutzt wurden. Selbst der Fertigungsprozess wurde dem Fachblog zufolge mit äußerster Geheimniskrämerei ausgeführt. Traditionelle Xbox-Zulieferer seien ähnlich wie schon beim Surface außen vor. Die würden wiederum für die Herstellung der nächsten Xbox-Wohnzimmerkonsole ins Spiel kommen. Für die Massenproduktion der nächsten Xbox seien Unternehmen wie Foxconn oder Pegatron vorgesehen.
Auch wenn diese Informationen aus Insider-Quellen am Konzernsitz in Redmond stammen sollen, gelang es "The Verge" nicht, eine offizielle Stellungnahme oder gar Bestätigung zu erhalten. Ein Microsoft-Sprecher machte lediglich die dürre Mitteilung, sein Unternehmen kommentiere Gerüchte und Spekulationen nicht.