Microsoft-Prozess, nächste Runde Überraschender Schnellstart
Gerade einmal bis zum 14. September haben Kläger und Angeklagter nun Zeit, ihre Sicht der Dinge noch einmal in schriftlicher Form darzulegen. Es geht darum, weiterhin oder nach dem Urteil des Berufungsgerichtes, das das ursprüngliche Urteil von Richter Thomas Penfield Jackson vom April aufhob, wieder offene Fragen zu klären - und darum, Lösungsvorschläge zu diskutieren und eine angemessene Strafe für Microsoft zu finden.
Hier liegt Kollar-Kottelys Hauptaufgabe, denn verurteilt ist Microsoft nach wie vor. Allein das Urteil Penfield Jacksons, den Konzern in zwei Teile zu zerbrechen, wurde vom Berufungsgericht als nicht angemessen abgewiesen.
Lösungsvorschläge sowie Strafmaß sollen dann erstmals im Rahmen einer Anhörung am 21. September diskutiert werden: Kollar-Kottely will offensichtlich zügig entscheiden. Die Nachricht ihrer Berufung hatte ein zwiespältiges, teils kritisches Echo gefunden. Die Richterin wurde von Anwälten, die vor Gericht mit ihr zu tun hatten, öffentlich als zögerlich und langsam gescholten - ein Eindruck, der derzeit kaum aufkommen kann.