Microsoft scheitert an Do not Track - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Microsoft scheitert an "Do Not Track"

Es hätte ein Alptraum für die Online-Werbeindustrie werden können, doch jetzt darf der Internet Explorer 10 doch keine standardmäßige Anti-Tracking-Funktion bekommen. Außerdem: Warum man angeblich Windows 8 hassen wird und was es mit dem Noppen-Touchscreen auf sich hat.
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Microsofts "Do Not Track"-Vorstoß ist einen schnellen Tod  gestorben, glaubt Wired.com. Eigentlich hätte im neuen Internet Explorer 10 ja die Datenschutz-freundliche "Do Not Track"-Funktion standardmäßig eingeschaltet sein  sollen - ein Frontalangriff gegen die Online-Werbeindustrie , hieß es. Zu der Microsoft natürlich selbst gehört.

Doch in den gerade veröffentlichten, neuesten Spezifikationen des noch in Entwicklung befindlichen "Do not Track"-Standards ist plötzlich eine Nutzer-Wahl vorgeschrieben: Surfer sollen sich bewusst für "Do Not Track" (DNT) entscheiden, in einem sogenannten Opt-in-Verfahren. Standardmäßig müsse DNT ausgeschaltet sein.

Damit ist Microsofts Vorstoß in Sachen Datenschutz erst mal beendet. Sollte Microsoft an den alten Plänen festhalten, würde der IE 10 gegen den neuen Standard verstoßen und dürfte von Website-Betreibern hinsichtlich DNT-Einstellungen ignoriert werden. Kurz: Was als vorbildliche und dreiste Offensive, als "Alptraum der Werbenetzwerke" begann, endete doch recht erbärmlich als Totalpleite.

Und aus dem Display erwuchs ein Knopf

Diese Interface-Studie verzückt gerade Nerds aus aller Welt: Die kalifornische Firma Tactus will Display-Oberflächen entwickeln , die auf Befehl Buttons, Flächen, Noppen herausbilden kann. Aus einem flachen Tablet-Bildschirm erhebt sich eine Tastatur, ein glattes Smartphone verwandelt sich in eine Fernbedienung mit Tasten, die je nach Bedarf an- und abschwellen.


Google-Anwendungen bald nach EU-Datenschutzrichtlinie erhältlich

Google wird seine Business-Anwendungen künftig auch in Übereinstimmung mit der Datenschutz-Richtlinie der Europäischen Union anbieten. Das kündigte der Konzern am Donnerstag in einem Blog-Beitrag  an.

Bislang standen die Google-Anwendungen für Kunden in Europa nur unter dem Schutz des "Safe Harbor "-Abkommens zwischen der EU und den USA. Sie ermöglicht es europäischen Unternehmen, personenbezogene Daten legal in die USA zu übermitteln. Künftig können Google-Kunden zusätzlich auch die strengere EU-Datenschutzrichtlinie zur vertraglichen Grundlage machen. Bislang setzen nach Angaben des Konzerns weltweit mehr als vier Millionen Unternehmen Google-Apps ein. In Europa gehören Unternehmen wie der Chemiekonzern Roche und das Schweizer Verlagshaus Ringier zu den Kunden von Google. (juh/dpa)

Was am Donnerstag sonst noch wichtig war:

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