Microsoft verspricht Patch für Sicherheitslücke im Internet Explorer - DER SPIEGEL
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Sicherheitslücke im Internet Explorer Microsoft verspricht schnellen Software-Flicken

Jetzt soll alles schnell gehen: In Kürze will der Windows-Konzern ein Programm bereitstellen, mit dem sich die schwere Sicherheitslücke im Microsoft-Browser abdichten lässt. Konkret festlegen will sich das Unternehmen aber nicht.
Internet Explorer: Bald wieder sicher?
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Der Konzern reagiert: In den nächsten Tagen wolle man einen sogenannten Fix It veröffentlichen, mit dem sich die am Montag gemeldete schwere Sicherheitslücke im Internet Explorer schließen lässt, kündigte Microsoft in der Nacht zum Mittwoch an . Derartige vorläufigen Mini-Updates veröffentlicht der Konzern nur in absoluten Notfällen, bei denen es nicht angeraten wäre bis zum monatlichen Patchday zu warten.

Als Patchday hat Microsoft den jeweils zweiten Dienstag im Monat festgelegt, der nächste steht also erst am 9. Oktober an. An solchen Patch-Tagen veröffentlicht das US-Unternehmen gesammelte Updates für seine Produkte, während ein Fix It auch außer der Reihe online gehen kann.

Dass der Konzern derart eilig daran geht, eine sichere Zwischenlösung zu entwickeln, dürfte neben der schwere der Lücke auch damit zusammenhängen, welch hohe Wellen der Vorfall geschlagen hat, nachdem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) deswegen zur Nutzung alternativer Browser geraten hat.

Sicher und für jedermann leicht zu installieren

Betroffen sind Internet Explorer in den Versionen 6, 7, 8 oder 9. Einzig die Version 10, die nur mit Windows 8 ausgeliefert wird, ist immun. Angreifer können die Schwachstelle beispielsweise ausnutzen, indem sie Internetnutzer auf eine präparierte Website locken und einen sogenannten Drive-by-Angriff durchführen. Von einer derart präparierten Seite könne ein beliebiger Code auf dem betroffenen System ausgeführt werden, warnt das BSI. Fremde können also die volle Kontrolle über den PC übernehmen, Benutzerkonten anlegen oder löschen, Programme installieren und Daten abschöpfen.

Der Software-Flicken, der für jeden Anwender per Mausklick installierbar sein und sofort volle Sicherheit bieten soll, werde das Leck im Internet Explorer nur vorläufig gestopft. Zuvor hatte das BSI die zuerst von den Amerikanern angebotenen Zwischenlösung als zu kompliziert für Normalverbraucher und nicht sicher genug kritisiert. Der Konzern hatte in seinem Security-Bulletin empfohlen, sein Enhanced Mitigation Experience Toolkit  (EMET) zu installieren, um die Bedrohung abzuwehren.

Genau diese Makel sollen mit dem nun versprochenen Fix It ausgebügelt werden, bis ein endgültiges Update den Microsoft-Browser langfristig abdichtet. Wann genau der Fix It erschienen wird, wollte Microsoft aber nicht festlegen, spricht nur davon, er werde in den nächsten Tagen veröffentlicht. Bis dahin rät Microsoft-Manager Yunsun Wee: "Lesen Sie unsere Empfehlungen und befolgen sie die dort aufgelisteten Ratschläge."

mak