Mobilbrowser Mozilla kündigt Firefox für Android-Handys an
Firefox-Logo: Wildern in Googles Revier
Die Mozilla Foundation, Entwickler des erfolgreichen Firefox-Browsers, intensiviert ihre Software-Entwicklung für mobile Geräte. Dass Mozilla Ambitionen hat, auf Smartphone-Plattformen stärker präsent zu sein, hatte das Nonprofit-Projekt schon vor Monaten mit der Veröffentlichung seiner Seabird-Visionen klargemacht - einer Art Entwicklungs-Showcase. In wenigen Monaten nun werde Firefox für Android-Handys verfügbar sein, teilte die Mozilla Foundation am Donnerstag mit.
Auf Mobiltelefonen ist Mozilla mit dem Firefox-Ableger Fennec alias Firefox for Mobile vertreten, allerdings bisher nicht auf der Android-Plattform. Bis zum Frühjahr 2010 hatte Firefox die Windows-Mobile-Plattform unterstützt, dies aber mit dem letzten System-Upgrade von Microsoft aufgegeben. In aktuellen Statistiken spielt Firefox keine große Rolle (siehe Grafik am linken Seitenrand).
Echte, belastbare Statistiken über Mobilbrowser gibt es allerdings nicht. Auf dem Mobilmarkt gelten auch andere Maßstäbe als bei Computern: In Bezug auf die bloße Stückzahl der verbreiteten Programme dominiert die Mobilversion von Opera seit Jahren den weltweiten Markt.
Sieht man hingegen auf die tatsächliche Nutzung der Handy-Browser, liegt mittlerweile das iPhone klar vor allen Konkurrenten: Es sind eben Smartphone-Nutzer, die das mobile Internet nicht nur gelegentlich, sondern häufig nutzen. Genau auf diesen Markt will Firefox vorstoßen - und trifft auf der von Google entwickelten Plattform auf den Android-Browser, ebenfalls ein Google-Projekt.
Das ist in gewissem Sinne aber auch Firefox selbst: Größter Geldgeber der Mozilla Foundation war über Jahre Google, das zudem auch Ressourcen und Personal für die Weiterentwicklung des Open-Source-Projektes freigestellt hatte. Inzwischen investiert Google primär in die Entwicklung eigener Browserprojekte, darunter Chrome, die zurzeit schärfste Konkurrenz zu Firefox. Beide haben Ambitionen, Microsofts Internet Explorer zu verdrängen. Zuletzt war der wachsende Erfolg von Chrome aber eher zu Lasten von Firefox gegangen.