Mobilfunktechnik LTE: Warten auf den Highspeed-Mobilfunk - DER SPIEGEL
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Mobilfunktechnik LTE Warten auf den Highspeed-Mobilfunk

Mit LTE wird alles besser - versprechen Netzbetreiber und Handy-Hersteller. Der neue Mobilfunkstandard soll unterwegs Übertragungsraten bieten, wie sie sonst nur per Glasfaserleitung möglich sind. In Schweden funktioniert das schon. Deutsche Mobil-Surfer müssen jedoch noch warten.
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UMTS-Nachfolger: Warten auf LTE

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Auf der Handy-Messe Mobile World Congress war es das Technik-Thema Nummer eins: LTE, Long Term Evolution, der Daten-Turbolader für Mobilfunknetze. Doch während in verschiedenen Städten Skandinaviens bereits Netze nach dem neuen Mobilfunkstandard für Endkunden bereitstehen, werden sich Deutsche Handy-Nutzer noch gedulden müssen. Hierzulande ist frühestens im nächsten Jahr mit der Einführung von Mobilfunknetzen der vierten Generation (4G) zu rechnen. Die entsprechenden Entwicklungsarbeiten befinden sich noch in einem vergleichsweise frühen Entwicklungsstadium.

Anbieter wie Vodafone oder T-Mobile führen nach eigenen Angaben derzeit Tests durch. Allgemein wird LTE als "ideale Technologie im Mobilfunkbereich" angesehen, wie es ein Sprecher des Anbieters O2 auf Anfrage der Nachrichtenagentur ddp formuliert. Aufgrund der sehr hohen maximalen Datenraten von bis zu 100 Mbit/s sei der UMTS-Nachfolger LTE "prädestiniert für den mobilen Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet", heißt es bei Vodafone.

Wann jedoch mit ersten LTE-Anwendungen am Markt zu rechnen sei, könne noch nicht gesagt werden. Gleiches gelte für die Kosten, die man Endkunden für das schnelle Mobilsurfen in Rechnung stellen werde. Unisono heißt es, dass es noch an geeigneten Endgeräten und der "nötigen Infrastruktur im Netz" fehle. Vor allem, was die Gerätefrage angeht, dürften die Netzbetreiber damit richtig liegen. Bislang sind lediglich Mobil-Modems für die neue Technik verfügbar. An LTE-tauglichen Handys arbeitet die Branche noch. Die Situation erinnert an die Einführung von UMTS. Auch damals waren Endgeräte, mit denen man die schnelle Mobilfunktechnik hätte nutzen können, zunächst Mangelware.

Zudem hänge jetzt alles von den "lizenzrechtlichen Rahmenbedingungen" ab, sagte ein Telekom-Sprecher auf ddp-Anfrage. Tatsächlich sollen die für LTE-Netze benötigten Frequenzen "zum Anfang des zweiten Quartals" von der Bundesnetzagentur versteigert werden. Nach Angaben der Behörde wollen sechs Unternehmen an der Auktion teilnehmen.

Die Versteigerung der UMTS-Frequenzen im Jahr 2000 hatte mehr als 50 Milliarden Euro in die öffentlichen Kassen gespült. Für die "Vergabe von Frequenzen für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten" im Falle von LTE wird Experten zufolge nicht mit einem derart hohen Erlös gerechnet. Ab 2011 sei dann mit dem Ausbau der Infrastruktur zu rechnen.

mak/ddp