Morddrohung im Chat: Dummer Scherz mit Konsequenzen - DER SPIEGEL
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Morddrohung im Chat Dummer Scherz mit Konsequenzen

Die Zeiten, in denen man im Internet jeden Unsinn veröffentlichen konnte, sind ein für allemal vorbei. Je ernster das Medium genommen wird, desto mehr wachsame Augen und Ohren verfolgen Websites, Newsgroups und Chats. Und Schüler, die über die Ermordung ihrer Lehrer "witzeln", riskieren ernst zu nehmende Konsequenzen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die von zwei Schülern im Internet angekündigte Ermordung eines Lehrers war offenbar nicht ernsthaft geplant. Die Ermittlungen hätten bislang keine Hinweise in dieser Richtung gebracht, sagte die Sprecherin der zuständigen Schulverwaltung, Rita Hermanns. Es spreche vieles dafür, dass es sich um eine grobe Dummheit gehandelt habe.

Im Internet hatte es geheißen, der Anschlag sei für den 29. Juni geplant. Spezialisten hätten die beiden Schüler aus der Steglitzer Nikolaus-August-Otto-Hauptschule nach aufwendiger Recherche erst kurz vor dem Datum identifizieren können. Die Schüler erhielten daraufhin Hausverbot für die Schule, die sie zum Ende des Schuljahres kommende Woche mit dem Abschluss der 10. Klasse ohnehin verlassen hätten.

Nach Angaben der Berliner Schulverwaltung ist nach der tödlichen Attacke eines Schülers gegen seine Lehrerin im sächsischen Meißen die Zahl der Bedrohungen gegen Pädagogen stark angestiegen.