Musik im Netz: Auch Time Warner bald online - DER SPIEGEL
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Musik im Netz Auch Time Warner bald online

Als letztes der fünf großen Musikunternehmen springt Time Warner auf den Internet-Zug auf. Ab November will der Konzern Musik online verkaufen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Die Firma kündigt an, zum Start im November zunächst rund hundert Titel bereitzustellen. Bis zu tausend weitere können folgen. Die Musik soll jedoch nicht von Time Warner direkt, sondern von Zwischenhändlern vertrieben werden.

Sony Music und Universal Music haben bereits mit dem Online-Verkauf von Musik begonnen, BMG und EMI einen baldigen Start bereits angekündigt.

Time Warner kann es sich nun offensichtlich nicht leisten, das Medium Internet als einziger der Riesenkonzerne zu ignorieren. Mehr gemusst als gewollt wirkt deshalb der nur halbherzige Sprung ins - nicht mehr kalte - Wasser: Auf der eigenen Website prahlt Time Warner damit, eine Million Musik-Copyrights zu besitzen. Angesichts dessen hat ein Online-Angebot von hundert Titeln allenfalls experimentellen Charakter.

Die Musik-Konzerne wollen mit ihren Online-Auftritten unter anderem auf den großen Erfolg der Musik-Tausch-Tauschbörse Napster reagieren. Die leichte Kopierbarkeit der Musik im MP3-Format lässt die Popularität von Online-Musik zunehmend wachsen.

Auf einen Standard für den Kopierschutz haben sich die Musik-Konzerne jedoch nicht einigen können. Für den Benutzer wird das bedeuten, dass er unterschiedliche Software braucht, um Musik verschiedener Plattenfirmen hören zu können.

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