Musikdownloads Industrie will flexible iTunes-Preise
Bislang ist es gleichgültig, ob man bei iTunes einen aktuellen Hit von Robbie Williams oder ein uraltes Lied von den Rolling Stones kaufen will - jeder Einzelsong kostet 99 Cent. Die Plattenfirmen aber möchten ihre besten Pferde im Stall auch für höhere Prämien auf die Rennstrecke schicken. Ein aktuelles "Tripping" könnte dann eben mal 1,20 Euro kosten - dafür gäb's aber vielleicht einen "Street fighting man" für 79 Cent.
Man würde gerne "die Preise für neue, in der Entwicklung befindliche Künstler reduzieren und Premiumgebühren für die Superstars" erheben, sagte Alain Levy, Chef von EMI Music dem britischen "Evening Standard". Apple-Chef Steve Jobs habe nach "intensiven Diskussionen" durchblicken lassen, dass er eventuell bereit wäre, die einheitliche Preispolitik von iTunes zu ändern.
Eric Nicoli, Chef der EMI-Group, sagte laut der Zeitung: "Hier geht es nicht darum, Preise zu erhöhen. Es geht darum, die effektivste Gebührenstruktur zu bekommen." Von Apple gab es zu dem Thema bislang keinen Kommentar. ITunes hat überall einen festen Standardpreis pro Song, die einzige Ausnahme bildet Japan. Dort kosten die meisten Stücke 150 Yen (etwa 1 Euro), die populärsten 10 Prozent aber 200 Yen (gut 1,40 Euro).