Nachahmer-App Statt Yo heißt es Hey
App Hey: Wenn Yo nicht mehr reicht
Yo war gestern, heute heißt es Hey. In der letzten Woche sorgte noch eine Benachrichtigungs-App für Schlagzeilen. Ihre einzige Fähigkeit bestand im Versand des Zwei-Buchstaben-Worts "Yo" auf ein anderes Mobilgerät, trotzdem konnten die Macher von Investoren eine Million Dollar Wagniskapital einsammeln. Logisch, dass dieser Erfolg sofort Trittbrettfahrer auf den Plan ruft. Nur ein paar Tage später ist denn auch der erste Klon zu haben, der seinem Original vom Design bis zum "Funktionsumfang" gleicht. Mit zwei kleinen Unterschieden.
Die neue App heißt "Hey" - womit auch klar ist, welches Wort in den Versand geht. Anders als beim Vorbild kann vorm Verschicken ausgewählt werden, wie viele Ypsilons das Wort enthalten soll. Nur eines für ein Durchschnitts-Hey oder gleich mehrere zum Jubeln, Flirten oder Nerven. Derzeit ist die Applikation noch nicht einmal in der Betaphase, aber Interessenten können sich schon einen ersten Überblick verschaffen .
Besonders für den englischsprachigen Raum scheint das auf den ersten Blick so albern wirkende Konzept gar nicht so dumm zu sein. "Hey" kann eine Begrüßung sein, passt aber als Warnung oder Aufmunterung. In Großbuchstaben dagegen fühlt sich der Empfänger schon beinah angeschnauzt: "HEY". Insofern sei das Drei-Buchstaben-Wort wohl das vielseitigste Kurzwort der englischen Sprache, heißt es im von den Twitter-Gründern betriebenen Nachrichten-Netzwerk medium.com . Abgesehen vom englischen F-Wort, natürlich.
Wenn sich die Beliebtheit des Vorgängers Yo wiederholt, könnte aus Hey ebenfalls eine Erfolgsgeschichte werden. Vor zwei Tagen übertraf die Zahl der Downloads bereits eine Million, berichtet die "Financial Times".