Nach der "HuffPost"-Übernahme: AOL feuert 1000 Mitarbeiter - DER SPIEGEL
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Nach der "HuffPost"-Übernahme AOL feuert 1000 Mitarbeiter

Der Internetkonzern AOL streicht 20 Prozent aller Stellen, betroffen sind auch 200 Mitarbeiter von Online-Redaktionen. Nach dem Kauf der "Huffington Post" sollen Doppelstrukturen abgebaut werden - der Konzern wird derzeit grundlegend umgebaut.
AOL-Chef Tim Armstrong: "Dieser Tag ist ein Schritt in die Zukunft"
AOL-Chef Tim Armstrong: "Dieser Tag ist ein Schritt in die Zukunft"

AOL-Chef Tim Armstrong: "Dieser Tag ist ein Schritt in die Zukunft"

Foto: LUCAS JACKSON/ REUTERS
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New York - Das ursprünglich als Internet-Provider gestartete Unternehmen AOL wird derzeit rigoros zum Medienhaus umgebaut. Am Donnerstagabend eröffnete Firmenchef Tim Armstrong seinen Mitarbeitern in einer E-Mail, was das bedeutet: Entlassungen. Am Montag hat AOL die Übernahme der erfolgreichen Nachrichtenseite "Huffington Post" abgeschlossen, nun werden unter anderem doppelte Strukturen abgebaut.

Die Entlassungen treffen nicht die gerade für 315 Millionen Dollar eingekauften Mitarbeiter der "HuffPost", sondern die Online-Redaktionen von AOL. Allein dort sollen 200 Stellen abgebaut werden. Mehr als ein Dutzend Websites sind betroffen, unter anderem solche zu den Themen Gesundheit, Reise und Ernährung. Sie könnten in Folge dessen eingestellt werden, berichtet das Branchenblog Silicon Alley Insider . Bis zu einer Entscheidung sollen Mitarbeiter der "HuffPost" Inhalte zuliefern.

Nach der Übernahme wurde "HuffPost"-Chefin Arianna Huffington die journalistische Abteilung von AOL unterstellt. Im Zuge des Umbaus zum Medienhaus hatte Firmenchef Armstrong bereits die bekannten Blogs TechCrunch und Engadget übernommen. Die Aufteilung des Unternehmens in thematische "Städte" mit "Bürgermeistern" wird nun wieder zurückgenommen, künftig soll es wieder Abteilungen und Chefs geben.

Außerdem sollen 700 Mitarbeiter in Indien entlassen werden, berichtet die "New York Times" . 300 davon sollen trotzdem weiter für AOL arbeiten - sind dann aber bei einer anderen Firma beschäftigt. Die Anzeigenabteilung von AOL ist von dem Stellenabbau offenbar nicht betroffen.

Zwischen November und Januar hatte AOL bereits 2300 Stellen abgebaut und Büros in Europa geschlossen. Mit dem Schritt sollten die Personalkosten um ein Drittel gesenkt werden. Nach den jüngsten Entlassungen wird AOL noch rund 4000 Mitarbeiter haben.

ore