Napster: Massenansturm vor Gerichtstermin - DER SPIEGEL
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Napster Massenansturm vor Gerichtstermin

Schlaflose Nächte hatten dieses Wochenende viele Anhänger der Musiktauschbörse Napster. Sie ziehen wegen der drohenden Schließung besonders viel Musik über den amerikanischen Internet-Dienst aus dem Netz.
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San Francisco - Viele Anhänger der Musiktauschbörse Napster nutzen dieses Wochenende den amerikanischen Internet-Dienst besonders intensiv. Damit reagieren sie auf die Ankündigung eines kalifornischen Berufungsgerichtes in San Francisco, das am Montag ein Urteil im Rechtsstreit mit der US-Plattenindustrie fällen will. Die Nutzerzahlen waren im vergangenen Jahr schon einmal auf Rekordhöhe geschnellt. Damals hatte ein Gericht die sofortige Schließung der Börse angeordnet. Das Urteil wurde dann aber ausgesetzt.

Napster war von der US-Plattenindustrie wegen Verletzung der Urheberrechte verklagt worden. Über das Napsterprogramm kann sich jeder Computernutzer zehntausende Musiktitel kostenlos über das Internet herunterladen.

Kürzlich war das 1999 von dem 18-Jährigen Studenten Shawn Fanning gegründete Unternehmen vom deutschen Medienriesen Bertelsmann übernommen worden, der Napster zu einem kostenpflichtigen Service umbauen möchte. Dennoch hatte der Branchenverband der US-Plattenindustrie RIAA (Recording Industry Association of America) angekündigt, dass er den Prozess gegen Napster fortsetzen wolle.