Netz-Parodie Metallica, diese reichen Affen
Die erste Runde im Streit um illegale Musikdateien ging an Metallica: Die Tauschbörse Napster gehorchte der Band und schloss über 300.000 angebliche Raubkopierer von ihrem Service aus. Doch die Aktion könnte Metallica bis in alle Ewigkeit verfolgen und sie am Ende teurer zu stehen kommen als die Verluste durch Raubkopien. Denn Napster hat eine mächtige Verbündete, die nicht vergisst und ihre eigenen Mittel hat: Die Netzgemeinde.
Neuester Giftpfeil gegen die verhasste Band: Eine Flash-Animation "Metallica vs. Napster" , die den Streit auf einen simplen Nenner bringt: "Money good, T-Shirts good, Napster baaad". Diese Parolen grunzt Sänger James Hetfield, ein überdimensionierter King-Kong-Verschnitt, während Cartoon-Charakter Ulrich den Fans eine Lektion erteilt.
Ulrich springt vor Geldsäcken umher, ein wütender Zwerg mit abstehenden Ohrringen, der wie ein Rohrspatz schimpft: "Ihr habt uns fucking reich gemacht, ihr Metallica-Fans. Und bloss weil ihr uns reich gemacht habt, glaubt ihr, ihr kriegt was umsonst? Unser Bassist hat einen goldbesetzten Ferrari und einen mexikanischen Hausjungen, alles umsonst, weil er Mitglied von Metallica ist. Wir sind so reich. Aber wenn ihr was von Napster runterladet, dann geht ihr in den fucking Knast, dann jagen wir euch."
Er endet seinen Monolog mit der Drohung: "Metallica-Fans, wir sehen euch auf Tour, und euch, Napster-User, sehen wir im Knast, wo ihr von euren Mithäftlingen vergewaltigt werdet". Die Animation war so gefragt, dass der Server der Produktionsfirma, Camp Chaos, zeitweise zusammenbrach.