können Sie sich noch an Atari erinnern? Das US-Unternehmen war in den Siebziger- und Achtzigerjahren extrem erfolgreich mit Videospielen und Spielekonsolen. Eine Marotte der Firma brachte den Spieledesigner Warren Robinett auf eine Idee. Weil Atari in seinen Spielen keine Hinweise auf deren Programmierer einbaute, versteckte er seinen Namen als geheime Botschaft in seinem Spiel "Adventure". Führte man eine komplizierte Aktion aus, erschien auf dem Bildschirm die Meldung: "created by Warren Robinett".
Die List, mit der Robinett Atari eins auswischen wollte, gilt als erstes Easter Egg der Tech-Geschichte. Seither haben Entwickler eine Art sportlichen Ehrgeiz entwickelt, Nachrichten und Anspielungen in ihren Programmen unterzubringen. Manche wirken auf den ersten Blick wie Bugs, sind aber lustig gemeint.
Besonders Googles Entwickler sind für ihre Scherze bekannt. Wer in die Suchmaschine "the answer to life the universe and everything" eingibt, bekommt als Antwort die Zahl 42 präsentiert. Natürlich ist das eine Anspielung auf das Buch "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams. Nerdhumor eben.
Einige Tech-Konzerne sind aber alles andere als begeistert von solchen Scherzen. Microsoft etwa hat seinen Entwicklern mittlerweile verboten, Easter Eggs in Software zu verstecken. Der Konzern fürchtet, dadurch könnten Sicherheitsprobleme entstehen.
Windows-Rechner: Jetzt reicht's mit Vista
Apropos Sicherheitsprobleme: Am Dienstag läuft der Support für Windows Vista aus. Microsoft wird zum letzten Mal ein Sicherheitsupdate für den Windows-XP-Nachfolger veröffentlichen. Die Software läuft danach weiter wie gehabt, nur werden neu entdeckte Sicherheitslücken künftig nicht mehr von Microsoft geschlossen.
Vista-Rechner sind damit genauso anfällig für Angriffe von außen, wie es jetzt schon Rechner mit dem noch älteren Windows XP sind. Dessen Unterstützung hat Microsoft bereits 2014 auslaufen lassen. Wer einen solchen PC noch ans Internet anschließt, handelt regelrecht fahrlässig, riskiert Infektionen mit Viren und Trojanern.
Viel zu viele Anwender scheint das aber nicht zu kümmern. Laut den Marktforschern von Netmarketshare läuft immer noch auf knapp 7,5 Prozent aller Computer XP. Das schon immer ungeliebte Vista ist dagegen mit einem Anteil von 0,72 Prozent fast schon zu vernachlässigen.
Entwicklerkonferenz F8: Was hat Facebook vor?
Direkt nach dem Osterwochenende, am 18. April, beginnt Facebooks jährliche Entwicklerkonferenz, die F8. Normalerweise werden dort neue Funktionen und Software vorgestellt, doch dieses Mal könnte es anders kommen, wie im Web gemutmaßt wird. Gerüchteweise stehen auf dieser F8 neue Bots im Mittelpunkt, die in Gruppenchats genutzt werden können.
Noch spannender sind derweil Meldungen, wonach Mark Zuckerberg die ersten Hardwareprodukte des sozialen Netzwerks präsentieren wird. Angeblich soll es sich um vier verschiedene Geräte handeln. Wir sind gespannt.
Seltsame Digitalwelt: Wie kommen Ihre Pakete zu Ihnen?
Ich liebe Shopping und kaufe gern online ein - meist Kleidung oder Dekoartikel für meine Wohnung. Die Lieferung der Pakete bringt mich regelmäßig in Nöte. Sie kennen das: Ist man ausnahmsweise zu Hause, klingelt der Paketbote nicht, weil er keine Lust hat, in den vierten Stock zu laufen. Stattdessen gibt er das Paket dem Nachbarn im Erdgeschoss oder legt es im Geschäft um die Ecke ab. Und will ich es abholen, ist der Nachbar nicht da und der Laden hat zu. So dauert es oft Tage, bis mein Paket zu mir findet.
Wie lösen Sie dieses Problem? Und können Sie sich vorstellen - wie Amazon es wohl bald hierzulande anbietet -, auch Lebensmittel im Netz zu bestellen? Schreiben Sie mir: ann-kathrin.nezik@spiegel.de
App der Woche: Clips
getestet von Sebastian Meineck
Bei Handyvideos gibt es zwei Arten von Nutzern: Die einen finden hochkant gefilmte Videos cool und modern, die anderen finden sie hässlich und schwören aufs Querformat. Apples kostenlose Video-App Clips könnte beide Seiten miteinander versöhnen - ihre Aufnahmen sind quadratisch.
Clips ist interessant für alle, die mehrere Aufnahmen zu einem Film zusammenfügen wollen, etwa für einen Kurzfilm oder ein Urlaubsvideo. Mit der Software lassen sich Aufnahmen kürzen, aneinander reihen und mit Filtern und Stickern versehen. Außerdem kann ein gesprochener Kommentar per Spracherkennung automatisch in Untertitel umgewandelt werden. Unterm Strich bietet die App mehr Möglichkeiten als die Storys-Funktionen von Snapchat oder Instagram.
Gratis von Apple, ohne In-App-Käufe: iOS
Einen ausführlichen Test von Clips finden Sie hier.
Ausprobiert: So funktioniert die iOS-App Clips
Fremdlink: Drei Tipps aus anderen Medien
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"Protonet muss die Mehrzahl seiner Mitarbeiter entlassen" (drei Leseminuten)
Protonet galt als Hoffnungsträger der deutschen Start-up-Szene. Für seine orangefarbenen Serverboxen sammelte das Start-up mehr als drei Millionen Euro per Crowdfunding ein. Der Plan ging nicht auf, das Start-up ist insolvent. Jetzt muss Protonet einen Großteil seiner Mitarbeiter entlassen, berichtet "Gründerszene".
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"Google accused of 'extreme' gender pay discrimination by US labor department" (Englisch, drei Leseminuten)
Sexismus im Silicon Valley: Die Liste der Tech-Konzerne, deren Mitarbeiterinnen über Belästigung oder sonstige Diskriminierung klagen, wird immer länger. Nun werfen laut "Guardian" US-Behörden Google vor, Frauen systematisch weniger zu zahlen.
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"Here's why Facebook's 1 billion dollar Instagram acquisition was such a great deal" (Englisch, zwei Leseminuten)
Vor fünf Jahren hat Facebook die Foto-App Instagram gekauft. Deren Nutzerzahl ist seitdem explodiert. Das US-Tech-Portal "Recode" analysiert, warum sich der Deal gelohnt hat.
Bonus-Link:
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"Im Alexa-Studio" (Video, drei Minuten)
Um Alexa, dem digitalen Sprachassistenten von Amazon, Deutsch und andere Sprachen beizubringen, hat der US-Konzern im polnischen Danzig eine Softwarefirma gekauft. Mein Kollege und SPIEGEL-Autor Marcel Rosenbach war dort und hat Alexas Sprachkenntnisse ausprobiert.
Noch ein kleiner Hinweis: Wegen des Osterwochenendes erscheint der nächste Startmenü-Newsletter erst am Dienstag nächster Woche.
Eine erfolgreiche Woche wünscht Ihnen
Ann-Kathrin Nezik