Netzwelt-Ticker Adobe warnt vor Angriffen via Flash
Flash Player: Adobe muss wieder mal eine Sicherheitslücke eingestehen
Für Adobe kommt es gerade ganz dicke: Kurz nachdem eine kritische Lücke im Reader bekannt wurde, muss die Firma vor einer Schwachstelle in ihrer anderen populären Software warnen - Flash. Berichten zufolge wurde sie sogar schon für kriminelle Angriffe auf Rechner genutzt. Betroffen sind sämtliche Versionen des Flash Players bis zu 10.1.82.76 für Windows, Mac, Linux und Solaris sowie Android.
In der vergangenen Woche war eine andere Sicherheitslücke öffentlich geworden, die speziell Reader und Acrobat anfällig für eine schädliche PDF-Mail macht. Diese Schwachstelle wurde auch sogleich ausgenutzt, für "David Leadbetter"-Attacken , benannt nach dem Profigolfer, der laut E-Mail-Betreff im anhängenden PDF-Dokument wertvolle Tipps gibt. Leadbetter ist keine Anna Kournikova, effektiv waren die Angriffe angeblich dennoch.
Für das Flash-Problem hat Adobe Reparatur-Updates bis zum 27. September angekündigt, Adobe und Acrobat müssen noch eine knappe Woche länger warten. In der Zwischenzeit gibt Cnet Tipps , wie man sich vor letzterem Fehler schützen kann.
Und raus bist du, iPhone 4
Die unendliche Geschichte Apple vs. Consumer Reports geht in die nächste, gefühlt zwanzigste Runde: Das Tech-Unternehmen hatte am Freitag relativ unbemerkt verkündet, dass iPhone 4-Nutzer mit Empfangsproblemen nur noch bis zum Monatsende die helfende Hülle beim Telefonkauf kostenlos bekommen. Eigentlich kostet der Gummi-Überzug rund 30 Dollar. "Das ist nicht akzeptabel", empört sich die Verbraucherorganisation Consumer Reports, die wegen des "Antennagate-Skandals" seit Monaten mit einer Empfehlung für Apples neueste Smartphone-Generation hadert.
Die Beweislast liegt ab Oktober dann bei demjenigen, der den viel diskutierten Abfall des Handyempfangs bei seinem iPhone 4 bemerkt. Gerade, als die Consumer-Reports-Tester dank des iPhone-Überzugs das Gerät für tauglich befunden haben , rückt das Happy End wieder in weite Ferne. Dabei könnte alles so einfach sein. Offenbar hätten die Tester noch nicht mitbekommen, dass ein Stück Klebeband im Wert von etwa einem Cent das Empfangsproblem genauso gut löst, spottet 9to5mac.com .
Zuckerberg gesteht "dumb fucks"-Beleidigung
Wenn man ersten Kritikern glaubt, die den streng unter Verschluss gehaltenen David-Fincher-Film "The Social Network" schon gesehen haben, macht der fiktive Mark Zuckerberg dem Vorbild alle Ehre: Er ist ein ziemlicher Unsympath. Neben Vorwürfen von Daten- und Geldgier kursierte das Protokoll eines heiklen Chats im Netz, das zwar plausibel wirkte - bestätigt war bislang aber nichts. In dem ominösen Dialog mit einem College-Freund bietet "Zuck" Datensätze von Tausenden Harvard-Studenten an. Wie er daran gekommen sei. "Sie 'vertrauen mir'. Dumme Idioten." (Wobei die englische Wortwahl noch wesentlich beleidigender klingt: "dumb fucks".)
Und siehe da: Solche Aussagen gab es wirklich, hat Zuckerberg jetzt im Gespräch mit dem "New Yorker" zugegeben - und gleich eine herzerwärmende Entschuldigung nachgelegt. Er sei reifer geworden, habe aus seinen Fehlern gelernt und so weiter... Das Magazin-Porträt ist übrigens durchaus lesenswert und fördert so lustige Fakten zu Tage wie diesen: Mark Zuckerberg ist farbenblind und wählte für das Facebook-Logo jene Farbe, die er besonders kräftig sehen kann - blau.
Mit dem Lötkolben gegen die Digitalisierung
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) konnte es nicht glauben: Um den Chip des digitalen Personalausweises lahmzulegen, braucht es nicht mal wie in einem früheren Test den Chaos Computer Club (CCC). Eine Gruppe von 14- und 15-jährigen Schülern hat für das WDR-Magazin "markt" ähnliches vollbracht. Sie konnten zwar nicht die Daten auslesen wie der CCC, machten aber dem angeblich so sicheren Chip den Garaus - mit wenig mehr als einem Lötkolben.
Auch das noch:
- Dem Google-Reader geht's gut
- Craigslist in den Kongress zitiert
- Google Voice auf dem Weg zurück in den App-Store