Netzwelt-Ticker: Android soll aufs TouchPad kommen - DER SPIEGEL
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Das webOS-Tablet: HP Touchpad

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Netzwelt-Ticker Android soll aufs TouchPad kommen

Kaum ist es vom Markt, wird das HP-Tablet für Bastler interessant, die daraus ein Googlepad machen wollen. Google möchte derweil wieder direkt mit Entwicklern kommunizieren und die britische Regierung will Pornos aus dem Netz filtern. Das und mehr in unserem Überblick.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Zwei Tage lang donnerten kaufwillige TouchPad-Aspiranten auf der Suche nach Billig-Tablets in einer digitalen Stampede durch das Netz und legten Server und Hotlines von Hewlett-Packard (HP) lahm. Nun, nachdem die Lager leergekauft wurden, stellt sich die Frage, mit welchem Betriebssystem die Flachrechner auf Dauer laufen sollen. Das HP-eigene webOS soll für die TouchPads weder weiterentwickelt werden, noch wird es Sicherheits-Updates geben.

Abhilfe verspricht hier ein unabhängiges Entwickler-Team, das sich vorgenommen hat, Googles Android auf die verwaisten Tablets zu portieren. Dazu stießen sie das Projekt "Touchdroid" an. In einem ersten Schritt soll eine "stabile Betaversion" der nötigen Software erstellt werden. Danach wollen sich die Programmierer an Fehlerbehebungen und eine vollständige Honeycomb-Portierung machen.

Bis die ersten Ergebnisse vorliegen, könnte es allerdings noch ein wenig dauern. Wie Entwickler John Hale via Twitter mitteilte, verfügen nach dem chaotischen Schlussverkauf nicht einmal alle Teammitglieder über ein TouchPad .

Google schließt Beschwerde-Foren

Der kurze Dienstweg ist in vielen Lebenslagen die Rettung für Probleme, deren Lösung auf dem offiziellen Weg zu umständlich und langwierig wäre. Umso unverständlicher, dass Google jetzt seine Marketplace-Foren schließt. Denn hier konnten sich Android-Entwickler direkt miteinander austauschen. Mit ihrer gegenseitigen Hilfe kamen sie zumeist ohne die Unterstützung durch den Google-Support aus.

Möglicherweise fanden die Verantwortlichen die in den Foren des Öfteren von Entwicklern erhobenen Klagen über ausgebliebene Zahlungen ungehörig und das Image schädigend. Nun müssen Beschwerdeführer und solche mit technischen Fragen zum Android Marketplace sich direkt an Google wenden. Und hoffen, dass sie auch eine Antwort erhalten und nicht mit "der steinernen Stille konfrontiert werden, die auf die in den Foren vorgetragenen Probleme seitens Google  folgte", wie "The Register" kommentiert.

Britische Regierung erwägt landesweiten Pornofilter

Überwachung zum Schutz der Bevölkerung ist in Großbritannien ein wichtiges Thema. So wichtig, dass ein bereits im vergangenen Jahr von der konservativen Abgeordneten Claire Perry vorgetragener Vorschlag jetzt regierungsamtlich untersucht werden soll. Perry hatte für Online-Inhalte ein Freigabesystem ähnlich dem für Kinofilme empfohlen.

Internetprovider wären danach dazu angehalten, "Erwachseneninhalte" standardmäßig aus dem Netz zu filtern. Jeder Surfer, der derlei eindeutige Darstellung zu sehen wünschte, müsste sich in einem gesonderten Opt-In-Verfahren dafür freischalten lassen. Ein Sprecher Perrys teilte laut "PC Pro" mit, das Konzept richte sich in erster Linie gegen Pornografie, könnte aber auch auf andere Über-18-Inhalte  angewandt werden. So ließe sich in derselben Weise auch Material mit gewalttätigem Inhalt zensieren. Die Parlamentsanhörungen sind für den 8. September und den 18. Oktober angesetzt.

Microsofts Tango wird nur "ein kleines Update"

Gestern Mango, heute Tango. Gerade bringt Microsoft für Windows Phone 7 das erste größere Update namens Mango heraus. Nur drei Monate später steht die nächste Aktualisierung an, die diesmal als Tango firmiert. Das Update soll aber nur geringe Veränderungen bringen.

Hauptziel der Überarbeitung ist die verbesserte Anpassung von Windows Phone 7 an asiatische Märkte  wie China und Indien. Hier werden vorwiegend noch immer Low-End-Handys verwendet. Um niedrigere Preise zu ermöglichen, soll Windows Phone 7 mit Tango-Update auch auf billigerer Hardware laufen. Unklar sei aber noch, ob die neue Software nur in Schwellenländer oder auch in Industrienationen ausgeliefert werden soll.

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