Netzwelt-Ticker: Apple-Software verrät neue iPhones und iPads - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Apple-Software verrät neue iPhones und iPads

Ein bisschen Software reicht aus, um Apples Anhänger in helle Aufregung zu versetzen. Außerdem im Überblick: Android-App übersetzt Gespräche in Echtzeit, Gamer knacken Patienten-Server, RIM erlaubt Indien Blick in Privat-Mails und die Frage, ob die Welt eine drahtlose Grafikkarte braucht.
Apple iPad: Software liefert Hinweise auf Hardware
Apple iPad: Software liefert Hinweise auf Hardware

Apple iPad: Software liefert Hinweise auf Hardware

Foto: Tobias Kleinschmidt/ dpa
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Viel ist es nicht, was Apple durchsickern ließ, doch es hat gereicht, um die Apple-Welt in Aufregung zu versetzen. In der Nacht zum Donnerstag hatte das kalifornische Unternehmen eine Vorabversion der iOS-Betriebsssoftware 4.3 für iPhone und iPad an Entwickler verteilt. Sofort machten sich Blogger und Bastler daran, die Software nach Hinweisen auf neue Geräte und Funktionen zu durchforsten.

Das Techblog Engadget stolperte dabei auf interne Bezeichnungen, die auf einige neue Modelle schließen lassen. So sind in einer Liste unterstützter Geräte die Bezeichnungen "iPhone4,1", "iPhone4,2", "iPad2,1", "iPad2,2" and "iPad2,3" zu finden. Daraus lässt sich ableiten, das es zwei Versionen vom kommenden iPhone 5 und drei vom iPad 2 geben wird. Wie bei Apple üblich dürften die sich vor allem durch den Speicherausbau unterscheiden.

Weitere technische Details lassen sich nicht ableiten, aber trotzdem wird kräftig orakelt. dass viele Gerüchteköche vermuten, dass Apple der neuen iPad-Version eine, möglicherweise zwei Kameras spendieren wird, ist dabei naheliegend. geradezu haarsträubend sind dagegen Vermutungen, das Apple-Tablet werde mit einem Retina-Display, wie das iPhone 4, ausgestattet. Grob gerechnet müsste ein solches Display eine Auflösung von 2000 x 2000 Bildpunkten haben, um eine dem iPhone 4 vergleichbare Pixeldichte zu erreichen.

Spannender ist da schon, welche neuen Funktionen das iOS 4.3-Update bringen wird. Dazu gehören unter anderem die Möglichkeit, das iPhone zum mobilen W-Lan-Hotspot zu machen und Mehrfinger-Gesten. Die Software dürfte in den kommenden Wochen veröffentlicht werden, auf die neue Hardware wird man länger warten müssen. Das iPhone 5 wird nicht vor Juni erwartet, das iPad 2 könnte Gerüchten zufolge im April auf den Markt kommen.

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Google-Handys als Simultanübersetzer

Ein Vierteljahr nach der etwas holprigen Vorstellung auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin hat Google den "Conversation-Mode" für die Übersetzungs-App Google Translate für Android  freigeschaltet. Die App zeichnet einzelne Sätze auf und gibt sie in einer von 53 Sprachen übersetzt per Bildschirm und Sprachausgabe aus. Damit sollen sich einfache Gespräche führen lassen - solange beide Gesprächsparteien wissen, wovon sie reden.

Google Translate ist beileibe nicht der Universal-Übersetzer, den Raumschiff-Enterprise-Fans aus der Retro-Zukunft kennen: Ein Gerät, das jede Sprache in jede andere Sprache  übersetzen kann. Die Google-Translate-App ist zum einen nur so gut, wie die - recht fortgeschrittenen - Übersetzungsfähigkeiten der Website Google Translate , zum anderen nur so gut, wie die eingesetzte Spracherkennung. Und Spracherkennung ist ein heikel Ding - gerade in einem Mobilgerät wie einem Android-Smartphone, das man in freier Wildbahn verwendet: Dem lauten Straßenverkehr, in einem Dudelfunk-Kaufhaus oder auf der Flucht vor dem wütenden Mob, dem man gerade aus Versehen per Google Translate erklärte, den geistigen Horizont einer leeren Tasse Tee zu haben.

Gamer knacken Krankenhaus-Server - für ein Ballerspiel

Wie verzweifelt müssen die Fans des umstrittenen Ballerspiels "Call of Duty: Black Ops" nur gewesen sein, als sie beschlossen, einen Server mit Patienteninformationen des Radiologie-Unternehmens Seacoast Radiology  zu knacken?

Seacoast Radiology aus dem US-Staat New Hampshire bemerkte den Einbruch Mitte November: Unbekannte hatten sich Zugang zu einem Server auf dem Namen, Sozialversicherungsnummern, medizinischen Diagnosen, Adressen und anderen Daten von Radiologie-Patienten gespeichert waren, verschafft. Nicht aber, das ergab die Untersuchung von Digital-Forensikern, um die Daten zu klauen - sondern, um über den Server das Ballerspiel "Call of Duty: Black Ops" online zu spielen. Regulär hätten die Spieler einen Server anmieten oder selbst aufstellen müssen, um mit mehreren Personen gleichzeitig auf virtuelle Menschenjagd gehen zu können. Ein Patientenserver als Spielumgebung für ein Ballerspiel - wie passend.

Zu den Tätern gibt es nicht viel zu sagen. Die mit der Untersuchung beauftragte Firma mutmaßt, es könne sich um Skandinavier handeln - aber wer weiß das schon: Wer einen Patienten-Server knacken kann, heißt es in einer Stellungnahme , kann auch seine Internet-Herkunft verschleiern. Das Unternehmen warnte die Patienten und schloss die Sicherheitslücke, über die sich die eifrigen Spieler Zugang verschafften.

Indische Behörden dürfen Blackberry-Mails mitlesen - teilweise

Smartphone-Hersteller RIM (Research in Motion) erlaubt  nach langem Streit den indischen Behörden den Zugriff auf E-Mails, die indische Kunden mit ihrem Blackberry verschicken. Damit umgeht RIM ein drohendes Blackberry-Verbot: Ein neues Gesetz zwingt indische E-Mail-Anbieter, den Sicherheitsbehörden Einblick in E-Mails zu gewähren. Die indische Regierung rechtfertigt diesen Eingriff mit der Sicherheitslage; Terroristen, Extremisten und Separatisten könnten sich so schlechter absprechen.

Aber ganz knickt RIM doch nicht ein: Nur die Privatkunden-Dienste Blackberry Messenger und Blackberry Internet Service sind von der Überwachung betroffen. Verschlüsselte Firmen-Mails soll die indische Regierung auch zukünftig nicht einsehen können.

Drahtlose Bildübertragung. Viele Finger, viele Polygone

Das Spiele-Blog Kotaku ist sich nicht ganz sicher, ob die Welt eine drahtlose Grafikkarte  braucht. Natürlich braucht sie das, will man Blogger Luke Plunkett entgegenrufen - sie sollte nur nicht so albern aussehen wie Nvidias nun vorgestellte KFA2 GeForce GTX460  (ein Name, der wohl vor allem Pubertierende ansprechen soll). Fünf Antennen-Finger, ein Trumm von Grafikkarte - das ist nur was für wirklich extreme Spiele-Fans.

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