Netzwelt-Ticker: Be my Valentine - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Be my Valentine

Daten-Phisher lieben das Geld anderer Leute und entwickeln immer neue Tricks, daran zu kommen. Intel mag Skype und umgekehrt, nur AMD mögen beide nicht so sehr. Wer online valentinisiert, gibt mehr Geld aus. Das und mehr im Nachrichtenüberblick.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Gmail für die eigene Website

Die Technik und Infrastruktur von Googles Gmail-Service soll laut Cnet News.com zukünftig auch Drittanbietern zur Verfügung stehen . Dazu hat Google nun einen Betatest gestartet, an dem allerdings ausschließlich Firmen, Organisationen und Schulen teilnehmen können. Wer mitmacht, kann den E-Mail-Dienst auf seiner Website einbinden, Google stellt dafür zwei Gigabyte Speicher und verschiedene Such- und Verwaltungstools zur Verfügung. Besonders reizvoll dürfte dabei für Organisationen sein, dass sie keinerlei Soft- oder Hardware kaufen oder installieren müssen.

Google ist mit diesem Service allerdings keineswegs Pionier. Microsoft bietet unter dem Namen "Microsoft Live Custom Domains" einen ähnlichen Dienst schon seit November an - allerdings eher für Konsumenten.

Neue trickreiche Phishingmail

Die Zeiten der simplen und offensichtlichen Phishing-Mails ist längst vorbei, doch mit der nun aufgetauchten Trick-Mail könnte es noch schlimmer werden. Sie adressiert zwar nur Kunden der relativ kleinen Mountain-Amerika-Bank, das aber so geschickt, dass im Blog der "Washington Post" bereits vom neuen Gesicht des Phishings  die Rede ist. Der Grund: nicht nur tut die Mail ganz geschickt so, als ob sie die ersten Ziffern der Kreditkarte des Betrugsopfers kenne (dabei beginnt jede Kartennummer der Mountain-Amerika-Bank gleich), sondern benutzt auch noch ein SSL-Zertifikat, um die Daten zu übermitteln. Das SSL-Zertifikat soll sicherstellen, dass keine Dritten die ausgetauschten Nachrichten belauschen können. Von besonderem Interesse ist nun, dass die Phishing-Seite, die so tut, als ob sie die Mountain-Amerika-Webseite wäre, das SSL-Zertifikat der Kreditauskunft-Firma Equifax benutzt. Die Phishing-Diebe kamen wohl durch Schlamperei der Webseiten-Betreiber an das SSL-Zertifikat und konnten so potentiellen Opfern Seriosität vorgaukeln.

3D-Performance fürs Handy

Den angeblich ersten Grafikprozessor für Handhelds, der "echtes, flüssiges, digitales TV, Hi-Fi-Surround Sound, schnelles Fotoschießen und 3D-Grafik wie auf einer Konsole" bietet, will Nvidia nun herausbringen, weiß TGDaily.com zu berichten . Die neue GoForce 5500 könne H.264-, WMV9- und MPEG4-Videos mit bis zu 30 Frames pro Sekunde abspielen und unterstütze die Mobile-TV-Standards DVB-H, ISDB-T und DMB. Die Audiokomponente des Grafikschips liefere Surround-Sound, während die Performance in Sachen 3D-Grafik drei mal schneller sei, als die vorangegangene Generation. Die GoForce 550 komme noch vor den Sommerferien - dann kann man ja gespannt sein, ob jemand endlich mal ein Display entwickelt, das auch bei Sonnenschein noch lesbar ist.

Yahoo kämpft (nicht) für die Freiheit

Nach der scharfen Kritik, die Yahoo für seine Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung einstecken musste, bezieht der Suchmaschinen-Betreiber jetzt Stellung: Das Internet soll freier werden. "Wir betrachten sehr besorgt, wie Regierungen versuchen, den offenen Zugang zu Information und Kommunikation einzuschränken und zu kontrollieren", zitiert AFP ein Schreiben des Unternehmens . Weiter heißt es, wenn eine Regierung aber Zensur wünsche, dann müsse man sich als Firma daran halten - oder seine Unternehmung im jeweiligen Land sein lassen. Dabei ist sich Yahoo sicher, selbst mit eingeschränkten Suchergebnissen die Meinungsfreiheit in solchen Ländern zu fördern. Die richtige Aufklärungsarbeit müsse aber von Seiten der freiheitlichen Staaten geleistet werden. Yahoo wurde heftig dafür angegriffen, persönliche Daten von zwei Dissidenten der chinesischen Regierung ausgehändigt zu haben, was zu deren Verhaftung und Verurteilung führte.

Spendable Online-Romantiker

Wer online Präsente zum Valentinstag kauft, gibt dafür mehr Geld aus, als die Offline-Konkurrenten. Das besagt laut Sydney Morning Herald  eine Studie der Medienforscher von Nielsen/Netratings. Wer romantische Geschenke offline kauft, gibt gerade einmal 51 Dollar dafür aus, Onlinekäufer fast 20 Dollar mehr. Doch die Zahlen könnten trügen. In Australien wollten 79 Prozent der Internetuser nichts online kaufen, 19 Prozent online und offline und gerade mal 2 Prozent ausschließlich im Netz. Männer geben dabei on- wie offline mehr Geld für die oder den Angebetete(n) aus: 85 Dollar im Vergleich zu 71 Dollar bei den Frauen.

Von eBay leben

EBay ist für 64.000 Menschen in Deutschland eine wesentliche oder sogar die wichtigste Quelle für ihren Lebensunterhalt, sagen die Marktforscher von ACNielsen. In der Gesamt-EU gibt es sogar mehr als als 170.000 eBay-Händler, die von sich sagen, sie verdienten ihren Lebensunterhalt mit der Auktionsplattform. Die Zahl der eBay-Nutzer in Europa ist nach Angaben des Internetauktionshauses in den vergangenen zwölf Monaten um 25 Prozent gestiegen - auf rund 50 Millionen.

Intel und Skype schließen AMD-Nutzer aus

Mit "harten Bandagen" gehe Intel nun gegen Konkurrent AMD vor, deutet CNet News.com den neusten Deal  zwischen dem Prozessor-Hersteller und dem Voice-over-IP-Anbieter Skype. Wer keinen Intel-Chip besitzt, so die Abmachung, der könne auch nicht am neuen Telefonkonferenz-Feature von Skype teilnehmen. Offizielle Begründung: Nur Intel-Chips seien schnell genug, bis zu zehn User gleichzeitig zu verwalten. Doch hinter dem Coup stecke mehr, Intel forciere in der neuen Marketing-Strategie den Kampf mit AMD . Mehr solcher Deals zu Lasten des Anwenders dürften folgen...

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