Netzwelt-Ticker Bing will Suchpartnerschaft mit Facebook
Microsofts Bing: Sozialer Suchen dank Facebook?
Microsoft möchte die Ergebnisse seiner Suchmaschine weiter verfeinern und verhandelt in dieser Sache derzeit mit Facebook. Die Redmonder wünschen sich vom Social Network Zugriff auf dessen Nutzungsdaten. Konkret soll Bing die Ergebnisse der "Gefällt mir"-Button-Nutzung auswerten können. Damit könnten ausgeworfene Suchergebnisse die Äußerungen von Facebook-Nutzern überall im Web in die Gewichtung von Suchergebnissen einbeziehen. Die Microsoft-Suchmaschine könnte mit einem derartigen Deal gegenüber dem allmächtigen Konkurrenten Google punkten, das keinen Zugriff auf die Facebookdaten erhalten würde. Allerdings, so "Boomtown", ein Blog des "Wall Street Journal", sei noch nichts in trockenen Tüchern .
Vor allem das bei Facebook herrschende Chaos im Bereich der Regeln und Einstellmöglichkeiten für die Privatsphäre könnten sich als Hindernis für eine baldige Übereinkunft erweisen. Doch auch an anderer Stelle werkeln die Bing-Techniker fleißig an der Verbesserung des Auftritts ihrer Suchmaschine. Die hat sich durch die Verwendung farbenfroher Fotos als Hintergrund von Anfang an von der Konkurrenz abgehoben. Nun soll die Optik noch weiter aufgehübscht werden. Mit Hilfe von HTML5 werden jetzt auch bewegliche Hintergründe möglich. Während das aber eher in den Bereich Spielerei gehört, sollen Vorschauergebnisse von Fotos, Videos und Texten stärker als bislang hervorgehoben werden. Das soll der Nutzerfreundlichkeit genauso dienen wie die schwebenden Navigationstabs , die beim Herunterscrollen sichtbar bleiben, erklärte Bing-Vize Brian MacDonald.
Ex-Ebay-Chefin lässt beim Wahlkampf den Rubel rollen
Bis vor zwei Jahren war sie Chefin des Online-Auktionators Ebay und saß im Aufsichtsrat großer Untermehmen wie Procter & Gamble oder Dreamworks. Doch seither widmet sich Margaret Whitman ihrer politischen Karriere. Sie plant, als Kandidatin der Republikaner bei den anstehenden Wahlen im November für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien anzutreten. Und sie lässt sich die erhoffte Nachfolge auf dem Stuhl von Arnold Schwarzenegger einiges kosten. Bereits jetzt habe sie 119 Millionen Dollar für ihren Wahlkampf aufgewendet , berichtet die "Los Angeles Times", damit habe sie den bisherigen Rekord von Michael Bloomberg übertroffen. Der Börsen-Milliardär hatte zur Wiederwahl als New Yorker Bürgermeister im vergangenen Jahr immerhin 109 Millionen Dollar springen lassen. Doch Whitman muss nicht befürchten, nach dem Ende des Wahlkampfs am Hungertuch zu nagen. Immerhin konnte sie in ihrer eBay-Zeit an die 1,3 Milliarden Dollar auf die hohe Kante legen. Mit soviel Munition sollte die Nachfolge Schwarzeneggers, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf, kein allzugroßes Problem sein.
Israelische Forscher entwickeln Schüffel-Chip für Sprengstoffe
Bei Bombengefahr werden heute zumeist Spürhunde eingesetzt, um versteckte Sprengstoffe ausfindig zu machen. Doch so gut die Tiere auch abgerichtet sein mögen, eine gewisse Fehlerquote bleibt unvermeidlich. Da kommt die Entwicklung von Forschern der Universität Tel Aviv gerade recht. Sie entwickelten einen Sensorchip, der imstande ist, Explosivstoffe wie TNT wahrzunehmen. Die Empfindlichkeit des Sensor soll dabei alle anderen Detektionsverfahren übertreffen , wie "Zdnet" berichtet, liegt die Wahrnehmungsschwelle bei 1 ppm. Der Chip sei sogar in der Lage, innerhalb von Flüssigkeiten zu arbeiten. Allerdings ist seine Bandbreite derzeit noch arg eingeschränkt. Im Moment kann das Schnüffelplättchen nur TNT erkennen, doch die Techniker arbeiten schon an anderen Einstellungen, damit gleichzeitig nach verschiedenen Sprengstoffen gesucht werden kann.
Presserat erklärt sich auch für Online-Foren zuständig
Der deutsche Presserat prüft und rügt schon seit Jahrzehnten anstößige oder unethische Ausreißer in der journalistischen Berichterstattung. Offensichtlich fühlen sich die Verantwortlichen damit aber nicht ausgelastet. Und so entschied das Plenum des Presserats, sich auch für moderierte Foren für zuständig zu erklären, deren Inhalte vorab geprüft werden. Denn diese unterlägen, anders als unmoderierte Foren, einer redaktionellen Kontrolle und befänden sich damit im Beritt der Überprüfung redaktioneller Publikationen . Angesichts von Abertausenden Foren im Lande ist das ein kühnes Vorhaben.
Das iPad lernt zu drucken
Über die lausigen Möglichkeiten, Peripheriegeräte ans iPad anzuschließen, wurde ja schon allenthalben lamentiert. Anscheinend haben sich die Verantwortlichen bei Apple die Kritik zu Herzen genommen. Die jüngst veröffentliche Beta-Version iOS 4.2 des Betriebssystems für mobile Geräte wie iPad, iPod touch und iPhone verspricht für Endanwender ein paar Erleichterungen für den täglichen Gebrauch. So lässt die Aktualisierung die Nutzung von AirPlay zu, dem Streamingservice für Musik und Apple TV. Noch interessanter dürften für viele Nutzer die neugewonnenen Fähigkeiten zum Multitasking und kabellosen Drucken via Airprint sein. Allerdings müssen sich die hoffnungsfrohen Besitzer von iPad & Co. noch bis November gedulden, dann soll die Finalversion herauskommen .
"Halo: Reach" schlägt ein
Womöglich knallen in Redmond gerade die Sektkorken, zumindest die hereingekommenen Verkaufszahlen für Microsofts neues Videogame "Halo: Reach" dürften für gute Laune sorgen. Die neueste Ausgabe des Sci-Fi-Ballerspiels für die Xbox 360 ging schon am ersten Verkaufstag wie geschnitten Brot über die Tresen und verschaffte ihren Machern einen Umsatz von 200 Millionen Dollar. Insgesamt wurden mit der gesamten Spielreihe zwei Milliarden Dollar Umsatz gemacht, die Aussichten sind weiterhin gut. Schon am Veröffentlichungstag spielten mehr Gamer "Halo: Reach" als es beim Vorgänger "Halo 3" der Fall gewesen ist , meldet Reuters. Ein kleiner Wermutstropfen in der Freude über den guten Anfang dürften Probleme mit dem Koop-Modus bei bestimmten Modellen sein. Besitzer der Xbox 360 Slim 4 GB können Koop-Kampagnen nicht anwählen, beim Versuch erscheint eine Fehlermeldung, dass zum Spielen eine Festplatte vonnöten sei. Der Anschluss eines USB-Sticks löst das Problem nicht, einzig das recht kostspielige Microsoft-Laufwerk könnte hier Abhilfe schaffen. Microsoft ist sich über den Fehler im Klaren und ließ mitteilen: "Wir sind uns der Angelegenheit bewusst und arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung."